Wovor wir uns fürchten, ist natürlich vor allem für diejenigen interessant, die für unsere Sicherheit sorgen – so verwundert es wenig, dass mal wieder eine Studie zum Thema von der R + V Versicherung angestrengt wurde. Und die kommt zu einem verblüffenden Ergebnis: Angeblich sind wir so entspannt wie nie. Dann schauen wir doch mal …

„Die Deutschen sind kein Volk von Angsthasen, sondern reagieren mit berechtigter Sorge auf aktuelle Ereignisse und Probleme“, so Prof. Manfred G. Schmidt von der politikwissenschaftlichen Fakultät der Uni Heidelberg. So würden unsere Ängste aufgrund dieses Charakterzuges vornehmlich von finanziellen Entwicklungen bestimmt, dazu kommen Sorgen um Umwelt und Gesundheit.

So blicken 60 % der Umfrageteilnehmer entsprechend auf die Entwicklung der Eurokrise und befürchten, dass deren Abwendung vor allem aus deutschen Börsen finanziert werden dürfte. Wie so oft ebenfalls an vorderster Stelle: die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten, die durch Sozialabgaben und Energiepreise eben entsprechend hoch ausfielen, wie Schmidt sagt. 58 % der Befragten reagieren darauf mit Sorge.

Da müsste die Furcht vor verheerenden Naturkatastrophen wie Großbränden oder Orkanen ja entsprechend stark sein – fällt jedoch eher wie ein laues Lüftchen aus: Lediglich jeder zweite Deutsche fürchtet sich davor. Schon realistischer hingegen: Die Angst, pflegebedürftig zu werden: 58 % der Frauen und 45 % der Männer reagieren bei diesem Punkt empfindlich – der höhere Anteil bei den Damen wird von der R + V mit ihrer höheren Lebenserwartung begründet, sowie der Tatsache, dass Frauen im Pflegebetrieb den Löwenanteil der Arbeit verrichten. Daher fürchten sich auch wohl mit 54 % von ihnen deutlich mehr vor einer schweren Krankheit als Männer, bei denen nur 40 % der Befragten diese Angabe machten.

An hinterster Stelle: die Angst vor der Arbeitslosigkeit mit 33 %. Furcht vor einem Krieg oder drohenden politischen Konflikten haben auch nur 35 %, von diesen glauben wiederum nur 37 %, dass der Ukrainekonflikt noch weiter eskalieren könnte. Na dann. Wir von mann.tv halten es bei unseren Ängsten ja eher mit den zeitlosen Worten der 'Kassierer', weil man sonst eh nicht mehr aus dem Bett aufsteht vor Sorge: „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“ …

Quelle: Focus.de