Studie: Dampfen erhöht Lungenkrankheitsrisiko um über 40 % – Eine neue Studie legt den Verdacht nahe, dass das Risiko, eine Lungenerkrankung zu entwickeln, beim Konsum von E-Zigaretten um über 40 Prozent steigen kann. Dies veröffentlichten Wissenschaftler der Boston University. Die Forscher betonten, dass ihre Erkenntnisse einen wichtigen Beweis für die mit dem Dampfen verbundenen Risiken liefern, wonach die Nutzung von E-Zigaretten zu Atemwegserkrankungen führen könne.

Die neue Studie wurde mit 21.618 Teilnehmern durchgeführt und konnte ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen sowohl bei früheren als auch aktiven E-Zigaretten-Nutzern nachweisen. 5000 der Probanden (11,6 Prozent) waren frühere Nutzer, 5,2 Prozent (2329) der Personen sind aktive „Dampfer“.

Im Verlauf der Studie zeigte sich, dass frühere Dampfer, die keine herkömmlichen Zigaretten geraucht hatten, ein um 21 Prozent höheres Risiko aufwiesen, eine Atemwegserkrankung zu entwickeln als ein Nichtdampfer. Dieses Risiko lag bei aktiven Dampfern sogar um 43 Prozent höher.

Zu den möglichen Erkrankungen gehören Emphyseme, chronische Bronchitis, Asthma oder die chronische Atemwegserkrankung COPD.

Dampfer wiesen dabei ein 33 Prozent höheres Risiko für eine chronische Bronchitis auf, ihre Wahrscheinlichkeit, ein Emphysem zu entwickeln, lag 69 Prozent höher. Die Wahrscheinlichkeit für einen aktiven E-Zigaretten-Konsumenten, COPD zu entwickeln, ist um 57 Prozent erhöht. Das Risiko für Asthma war um 31 Prozent erhöht.

Die Studienverantwortlichen wiesen darauf hin, dass für die COPD noch keine Langzeitergebnisse vorliegen – diese Krankheit entwickelt sich üblicherweise erst im mittleren oder höheren Alter, daher müsse die „potenziell entscheidende Rolle von E-Zigaretten“ im Kontext dieser Erkrankung „noch in zukünftigen Untersuchungen klargestellt werden“.

Andrew Stokes, Assistenzprofessor in der Abteilung „Global Health“ der Boston University, unterstrich, dass die Studie einen der „allerersten Langzeitbeweise für die Schäden, welche mit E-Zigaretten-Produkten assoziiert werden“ darstelle. In einer Mitteilung sagte Stokes:

„In den letzten Jahren haben wir einen dramatischen Anstieg des E-Zigarettenkonsums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen erlebt, der Jahrzehnte hart erkämpfter Errungenschaften zunichtezumachen droht. Diese neuen Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass wir mit zunehmendem Alter der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis in die Mitte des Lebens eine Zunahme von Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD und anderen Atemwegserkrankungen beobachten können.“

Asthma krank? Auf asthma-selbsthilfe.org findet ihr eine Übersicht aller Selbsthilfegruppen bei Asthma sowie Verbände, Vereine und Stiftungen in Deutschland.

Quelle: unilad.co.uk