Der Hanfpflanze wird ja so einiges Übles nachgesagt, doch immer wieder melden sich Wissenschaftler, die dem Cannabis auch eine positive medizinische Wirkung attestieren. So haben erst kürzlich Forscher aus Israel herausgefunden, dass eine Substanz der Pflanze unsere Knochen stärkt.

In Versuchen mit Laborratten stellten die Herrschaften nämlich fest, dass bereits nach einer achtwöchigen Behandlung mit den Wirkstoffen Cannabidiol (CBD) und dem psychoaktiven Tetrahydrocannabinol (THC) der Heilungsprozess der Knochen deutlich besser und schneller verlief, als ohne die Substanzen. Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass dies auch ohne die berauschende Cannabis-Komponente THC funktioniert, und Cannabidiol für sich die Knochen stärker macht.

Als Grund vermuten die Forscher, dass sich der Wirkstoff positiv auf das Eiweißgrundgerüst der Knochen, die sogenannte Kollagenmatrix, auswirke, was die Grundlage für die Mineralisierung von neuem Knochengewebe darstelle.

„Nach einer Behandlung mit Cannabidiol sind die Knochen härter und brechen in der Zukunft nicht mehr so leicht“, sagt Studienleiter Dr. Yankel Gabet.

Diese Erkenntnis könnte natürlich ein wichtiger Schritt in der Behandlung von Knochenerkrankungen wie Osteoporose darstellen, doch der Weg bis hin zur Entwicklung eines Medikamentes ist noch weit. Vermutlich ähnlich so weit wie der, der gegangen werden muss, bis Cannabis an sich seinen schlechten Ruf verliert.