Die Debatten zwischen denen, die eine Legalisierung von Marihuana fordern und denen, die auf Risiken hinweisen, nimmt kein Ende – und wir haben das Gefühl, das wird auch noch eine Zeitlang so bleiben. Eine neue Studie wurde nun veröffentlicht, die sich des Themas der Langzeitfolgen des Cannabis-Konsums angenommen hat. 

Dabei offenbarte sich: Jugendliche, die langfristig Cannabis konsumieren, schädigen ihr Gehirn. Die kanadische Untersuchung wurde durchgeführt, indem man 3800 Teenager zwischen 13 und 16 Jahren über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtete. Dabei konnten klare Beweise dafür ermittelt werden, dass Gedächtnisprobleme im höheren Alter in eindeutiger Verbindung zu einem Konsum von Marihuana in den Jugendjahren stehen.

Die Studienteilnehmer mussten einmal im Jahr angeben, wie viel Cannabis sie auf einer Skala von 0–5 zu sich nahmen, wobei null für „nie“ und fünf für „täglich“ stand. Dabei wurden zudem jährlich vier kognitive Bereiche der Probanden von den Wissenschaftlern untersucht: Erinnerungsgedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Hemmungen und Wahrnehmungslogik. Diese Segmente wurden bei den Studienterminen auf Veränderungen hin untersucht.

Auswirkungen nachhaltig

Dafür mussten die Jugendliche etwa Muster lernen und diese 30 Minuten später wiedergeben, einzelne Bilder in einer ganzen Gruppe von Aufnahmen ausfindig machen oder zunehmend schwierigere Rätsel lösen. Dabei offenbarte sich: Regelmäßige Cannabis-Konsumenten unter den Jugendlichen schnitten bei den Tests am schlechtesten ab. 

Laut den Wissenschaftlern der Universität von Montreal weisen die Ergebnisse zweifelsfrei nach, dass Cannabis in der Jugend sich nachhaltig auf kognitive Entwicklungsprozesse auswirkt: „Wir waren überrascht von den nachhaltigen Auswirkungen. Selbst wenn ein junger Mensch seinen Konsum reduziert hat, konnten wir noch Effekte aus dem Vorjahr erkennen“, so die Studienverantwortliche Dr. Patricia Conrod gegenüber der „Daily Mail“.

In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher das Team sich nun den Cannabis-Konsum von Erwachsenen anschauen und dabei Unterschiede zwischen den Auswirkungen auf Männer und Frauen herausarbeiten.

Quelle: rtlnext.rtl.de