Wer schön und attraktiv ist, der gilt im Leben gemeinhin als erfolgreicher – alles scheint solchen Leuten leichter von der Hand zu gehen, sie haben mehr Erfolg, mehr Freunde, mehr Spaß. Klar, dass so jemand auch mehr Geld verdient in seinem Job, oder? Laut einer aktuellen Studie lässt sich dies keineswegs pauschal sagen.

20.000 junge Amerikaner wurden für die im „Journal of Business und Psychology“ veröffentlichte Untersuchung unter die Lupe genommen. Dabei wurde zwar ein Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Attraktivität von Menschen offenbar – jedoch fiel eine Gruppe vollkommen aus der Formel: höchst unattraktive Leute.

Diese verdienten in der Altersgruppe von 29 mehr als solche Leute, die als attraktiver als sie eingestuft wurden. Somit können pauschale Faustregeln wie der „Schönheitsbonus“/die „Hässlichkeitsstrafe“ ins Reich der Mythen verwiesen werden. Der Studie zufolge scheinen Menschen, die als unattraktiv gelten, keine Nachteile bei ihrem Einkommen zu erleben.

Hässliche könnten „Fachidioten“ sein

Eine mögliche Erklärung sieht der Autor eines Artikels auf der Webseite der „British Psychological Society“ darin, dass besonders unattraktive Leute schlicht weniger offene Persönlichkeiten hätten und sich daher „einem bestimmten Themenbereich widmeten, ihn zwanghaft unter Ausschluss aller Ablenkungen verfolgten und schließlich an die Spitze ihres Feldes traten“.

Der Autor betonte jedoch, dass in dem Gebiet weiter geforscht werden müsse, um belastbare Aussagen treffen zu können. Zumal Schönheit ein höchst subjektives Thema ist.