Machen wir uns nichts vor: Irgendwann ist es für uns alle an der Zeit, die Tanzfläche zu verlassen. Wir reden hier zwar gerade nicht vom Sterben, aber immerhin doch von etwas ähnlich Schlimmen. Denn egal wie hip, cool und angesagt man in jungen Jahren auch gewesen sein mag, irgendwann ist man selbst für seinen Stammclub schlicht und einfach zu alt. Die Musik und die Leute sind irgendwie nicht mehr so wie früher und so ein gemütlicher Fernsehabend auf der Couch ist ja schließlich auch ganz nett. Ob ihr es nun wahrhaben wollt oder nicht, dieses Schicksal trifft uns alle irgendwann. Eine britische Studie will nun herausgefunden haben, ab wann es soweit ist.

Bringen wir es gleich mal ungeschönt auf den Tisch: Laut den Ergebnissen der sogenannten „The Great Outdoors“-Studie beginnt der innere Party-Löwe ab 31 sein Fell zu verlieren. Ab dann geht man nur noch steil bergab, bis mit 37 schließlich endgültig Schluss ist. Gründe dafür gibt es viele.

Für sechs von zehn der 5.000 Befragten drücken zunächst einmal die mit dem Feiern verbundenen Kosten gehörig die Party-Laune. Gut die Hälfte der Teilnehmer gibt aber auch zu, dass lange Nächte mit den Kumpels einfach nicht mehr so ihr Ding seien.

29 Prozent machen dafür die Tatsache verantwortlich, dass der Kater mit jedem Mal etwas mehr einer Nahtoderfahrung ähnelt. 14 Prozent geben dem unberechenbaren Wetter die Schuld an ihrer zunehmenden Unlust, auf die Piste zu gehen. Weiteren 22 Prozent fehlt die Muße zum Aufstylen, 21 Prozent scheitern am Organisieren eines Taxis, 12 Prozent finden keinen Babysitter. Acht von zehn Probanden ist mit dem Partner sogar der Sinn des Ausgehens abhandengekommen, da man ja schließlich nicht mehr jagen müsse.

Und so kommt es dann auch, dass 46 Prozent lieber in bequemen Klamotten stundenlang die heimische Couch unsicher machen. Für drei von zehn Befragten beinhaltet ein perfekter Abend dabei eine Staffel ihrer Lieblingsserie, während ein Viertel am liebsten im Liegen durch die sozialen Netzwerke surft.

Der für die Studie verantwortliche Matt Walburn erklärt: „Die Studie arbeitet heraus, dass es in der Tat einen Zeitpunkt im Leben gibt, wo wir den Komfort unseres Zuhause mehr schätzen, als auf Partys den Socializer zu spielen. Durch den technischen Fortschritt ist es mittlerweile fast unmöglich, sich daheim zu langweilen. Auch zu Hause kann man unterhalten werden – so sehr, dass diese Erfahrung oftmals das 'Outdoor'-Äquivalent überholt.

Quelle: stern.de