Immer wieder mal tauchen im undurchschaubaren Wust aus Untersuchungen und wissenschaftlichen Studien echte Kuriositäten auf. So wie dieses Beispiel, das beim ersten Lesen ziemlich lustig klingt, aber einen durchaus ernsten Hintergrund hat. Konkret geht es um eine Studie aus den USA, in der ursprünglich über die Dauer von 14 Jahren die gesundheitliche Entwicklung von 7870 Frauen und Mädchen im Alter zwischen 15 und 25 untersucht werden sollte. 

Dabei kam zutage, dass 0,5 Prozent – 45 Befragte – beim Punkt „Schwangerschaft“ angegeben hatten, eine jungfräuliche Empfängnis zu haben. Konkret: Sie gaben an, weder Sex gehabt noch künstlich befruchtet worden zu sein. Daraufhin führten die Studienverantwortlichen Interviews mit den 45 betroffenen jungen Damen (im Durchschnitt waren sie 19 Jahre) – und deren Eltern. Schnell offenbarten sich Parallelen in den Biografien der Betroffenen:

Mangelnde Kenntnisse

So gaben die Frauen an, dass in der Familie nie Themen wie Sex oder Verhütung thematisiert worden waren, ein Drittel (31 Prozent) der 45 Mädchen oder Frauen hatte zudem ein Keuschheitsgelübde abgelegt. Aus religiösen Gründen hatten sie geschworen, vor der Ehe nicht intim zu werden. Ebenfalls ein Drittel der Eltern (28 Prozent) offenbarte, gar keine ausreichenden Kenntnisse über Verhütungsmethoden vorweisen zu können, um mit den Töchtern das Thema ansprechen zu können.

Ein solches Resultat kann mehrere, gleichermaßen traurige Gründe haben: Entweder machten die Damen aus blanker Unwissenheit diese falschen Angaben, weil sie schlicht keine Ahnung hatten, wie man schwanger wird. Oder aber, religiöse Zwänge und verzerrte Wirklichkeitsvorstellungen, möglicherweise gepaart mit Missbrauch in der Familie, sind für die absurden „Jungfrauengeburten“ verantwortlich und die Frauen logen aus blanker Angst. Einmal mehr offenbart sich: Aufklärung ist unerlässlich – nicht nur in Sachen Sex und Verhütung.

Quelle: huffingtonpost.de