Einer der häufigsten Gründe, weshalb Autofahrer über eine kirschgrüne Ampel donnern ist, dass sie nach der Arbeit schnell nach Hause wollen. Führt man sich aber eine aktuelle US-amerikanische Studie zu Gemüte, muss man sich ernsthaft fragen, warum überhaupt!?

Forscher der Pennsylvania State University entnahmen 122 Berufstätigen sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende Speichelproben, um diese auf Cortisol zu untersuchen. Dieses Hormon weist nämlich auf Stress hin, und wurde tatsächlich seltener gefunden, wenn die Probanden am Arbeitsplatz waren.

Psychologe Joachim Kugler von der Technischen Uni Dresden begründet das folgendermaßen: „Wir leben in einer Gesellschaft, die immer mehr Freizeitmöglichkeiten bietet. Nach der Arbeit geht es nicht mehr um Entspannung, sondern darum, nichts zu verpassen.“ Mit anderen Worten: Unser Privatleben ist stressiger als unsere Arbeit. „Auf der Arbeit sind alle Abläufe und Aufgaben geregelt. In der Freizeit sieht das anders aus.“

Im Falle der Frauen war das Ergebnis zudem deutlicher als bei den Männern. Dies liegt angeblich daran, dass den Damen Konflikte mit nahestehenden Personen schwerer im Magen lägen. Hinzu käme, dass eine moderne Frau daheim mehr Rollenbildern zu entsprechen habe als wir Kerle: Mutter, Geliebte, Ehegattin und dann auch noch erfolgreiche Karrierefrau.

Warum das auf Männer in ihrer Funktion als Vater, Geliebter, Ehegatte und Arbeitnehmer so nicht zutrifft, bleibt uns der zugrundeliegende Bericht jedoch leider schuldig.