Stellenanzeige verlangt ausdrücklich „Keine Weicheier“ – Eine gute Stellenanzeige ist ehrlich und bereitet Anwärter transparent auf das vor, was sie erwartet. Legt man dies als einziges Kriterium an, so darf man nach Meinung des Verfassers schon sagen, dass die Stellenanzeige, welche den Mittelpunkt dieser Meldung bildet, grundehrlich ist. Denn dieser Chef lässt keinen Zweifel daran, dass er nur belastbare und fleißige Leute für seine Stelle braucht.

Ganze zehn Mitarbeiter hat Bauunternehmer Adam Weedon aus dem englischen Chatham, Kent bereits gehen lassen. Der Chef des Unternehmens Ad-A-Brick Building Services hat nach eigener Aussage in einem Artikel von „Ladbible“ die Nase voll von „arbeitsscheuen“ Angestellten, die „ihr Telefon lieben und wollen, dass ihre Mami sie umsorgt.“ Und: Sie sollen keine „Snowflakes“ sein, also keine „Weicheier“, keine empfindsamen Naturen.

Wörtlich lautet die (zwischenzeitlich gelöschte) Anzeige, die er auf Facebook veröffentlichte:

„Job-Angebot ab Januar – Anstellung als Arbeiter in Vollzeit, Bezahlung abhängig von der Erfahrung, schwere Tätigkeit, Weicheier brauchen sich gar nicht erst bewerben. Führerschein bevorzugt oder Wohnort in der Nähe von Walderslade.“ Weil ihn seine letzten Angestellten so frustrierten, postete Weedon diese Anzeige am 14. Dezember 2021. Der Bauunternehmer betont, dass alle zehn Personen , die dem Job den Rücken kehrten, weil er „zu schwer“ war, jünger als 30 gewesen seien.

Er erklärte wörtlich: „Ich habe einen Bauarbeiter gesucht und die 'No Snowflake'-Anzeige geschrieben, weil heutzutage jeder zwar einen Job, aber nicht für das Geld arbeiten will. Im Laufe eines Jahres hatte ich zehn Leute. Sie alle lieben ihre Telefone zu sehr und finden die Arbeit, wie Schubkarren schieben, Platten verlegen und Einfahrten und Wege pflastern, zu hart.“

Weiter führte Weedon aus:

„Ich habe die Anzeige geschrieben, weil sie [die zuvor eingestellten Leute] nicht ins Bild passen – sie sind arbeitsscheu, telefonieren und wollen von ihrer Mutti umsorgt werden. Sie gehen, sie kommen am nächsten Tag nicht wieder, weil es zu anstrengend ist.“ Nach einem elften Bewerbungsgespräch in dem Jahr beschloss der Bauunternehmer also am Ende seiner Geduld, seine Anzeige auf dem Social-Media-Konto des Unternehmens zu posten:

„Die Entscheidung, die Anzeige zu schreiben, brodelte eine Weile. Ich habe Kumpel, die ihre eigenen Unternehmen besitzen, und die sagen alle das gleiche [über die Arbeiter]. Es wird langsam ermüdend. Ich suche immer noch nach jemandem. Ich werde [dem nächsten Bewerber] eine Chance geben und schauen, wie es dann weitergeht. Momentan jedenfalls lautet die Antwort, dass ich alleine arbeite. Da kann ich gleich selbst in den Bagger steigen und den Job durchziehen.“

Quelle: ladbible.com