Steigende Fallzahlen: Regierung schließt erneuten Shutdown nicht aus – Die Bundesregierung kann einen erneuten Shutdown im Herbst und Winter nun doch nicht mehr ausschließen. Laut Sprecherin Ulrike Demmer sei es aber das Ziel, zu verhindern, dass es soweit komme. Sie betont: „Wir können den Pandemieverlauf beeinflussen.“

Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen sei es weiterhin nötig, Masken zu tragen und Abstand zu halten

Derzeit genießen rund 53 Prozent der deutschen Bevölkerung den vollen Impfschutz, 62 Prozent sind mindestens einmal geimpft. Allerdings ist die Impfbereitschaft in der jüngsten Zeit stark gesunken, weshalb Demmer erneut appelliert, dass Impfen wichtig sei und Leben retten könne. Eine Pflicht wird es aber dennoch nicht geben.

„Wir wollen keine Impfpflicht, auch nicht durch die Hintertür.“

Ungeachtet dessen, werden sich Ungeimpfte in der nächsten Zeit auf Nachteile gegenüber Geimpften einstellen müssen. So können die bislang noch kostenlosen Corona-Schnelltests einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums zufolge auf Dauer nicht von der Allgemeinheit finanziert werden. Bis die Tests kostenpflichtig werden, soll es aber für wirklich jeden ein Impfangebot gegeben haben.

Bund und Länder wollen weiter über das Thema beraten

Während FDP und Linke kostenpflichtige Tests als unsozial bezeichneten, forderte am Mittwoch auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek von der CDU, das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests, ohne jedoch einen konkreten Zeitpunkt dafür zu nennen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er:

„Ich unterstütze den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen.“

Holetschek stellte aber klar: „Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein.“

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Quelle: spiegel.de