Gerade im schnelllebigen Zeitalter haben viele im Straßenverkehr kein Verständnis dafür, dass man manchmal einfach die Klappe halten und warten muss. Insbesondere, wenn es anderen schlecht geht. Die Folge: Krankenwagen werden behindert, Rettungskräfte angegriffen oder Geboten nicht Folge geleistet. Vielen mangelt es an Respekt. Dafür muss man dann irgendwann zahlen, was für die Täter oft auf schmerzhafte Weise lehrreich ist.

Beziehungsweise für die Zeugen einer solchen Darbietung befriedigend. So auch in diesem Fall, in dem acht Autofahrer für ihren Versuch, eine gesperrte Unfallstelle widerrechtlich zu umfahren, die Quittung bekamen. Instant-Karma eben. Die Szenen stammen von einem Stau auf einem Highway im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia. Der Fahrer eines Jeep Grand Cherokee entschied, dass er wohl zu wichtig sei, um an einer Unfallstelle zu warten.

Kolonne im Blaulicht

Also zieht er kurzerhand rechts vorbei. Und wie das so ist, wenn der Stein erst mal ins Rollen kommt: ein Volvo, der Van einer Baufirma, ein BMW X5 und ein Ford Focus folgten ihm. Die Aufnahmen einer Dashcam zeigen, was dann geschehen sein muss: In einer hübschen Kolonne stehen nicht nur die fünf genannten Fahrzeuge, sondern noch drei weitere am rechten Straßenrand, als das Dashcam-Auto später vorbeirollt.

Offenkundig hatte die Highway-Patrouille umgehend reagiert und sämtliche Drängler ohne viel Federlesens herausgewunken. Auf die Täter wartet nun nicht nur ein Bußgeld wegen Rechts-Überholens, sondern möglicherweise auch eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Behinderung von Rettungskräften an einer aktiven Unfallstelle – denn in Virginia liegt die Rettungsgasse wohl auf dem rechten Seitenstreifen.