Joggen gehört zu den wohl populärsten Arten, sich fit zu halten. Dabei steht das ausdauernde Laufen bereits seit Längerem hinsichtlich seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit in der Kritik. Natürlich ist sportliche Betätigung grundsätzlich etwas Gutes, aber auch nur, solange man den Bogen nicht überspannt. Wie viel Belastung können wir unseren Körpern in Sachen Jogging also zumuten? Eine Studie des Frederiksberg Hospitals in Kopenhagen liefert die Antwort.

Zunächst einmal die gute Nachricht für alle, die in Bewegung sind: „Menschen, die körperlich aktiv sind, haben mindestens ein 30 Prozent geringeres Sterberisiko im Vergleich zu denen, die inaktiv sind.“ Das ist doch schon mal was. Betrachtet man das wöchentliche Sportpensum jedoch etwas genauer, relativiert sich diese Aussage wieder.

Im Zuge der Studie wurden bereits seit 2001 mehrere tausend gesunde Jogger und Nicht-Jogger unter wissenschaftlichen Aspekten beobachtet. Der Fokus lag dabei auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Mortalität und der Intensität des Joggings, mit Blick auf Tempo, Dauer und Häufigkeit.

Lauf und/oder stirb!

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Sterblichkeit von Menschen, die intensiv Joggen, auf einem ähnlichen Niveau liegt, wie bei denjenigen, die gar nicht laufen gehen. Leichtes bis moderates Joggen, bei einer Häufigkeit von zwei- bis dreimal wöchentlich mit langsamem bis durchschnittlichem Lauftempo, war hingegen mit der geringsten Sterblichkeit verbunden.

Die Forscher beziffern die optimale Laufzeit mit 2,5 Stunden pro Woche. Alles darüber gehe laut Expertenmeinung mit einem Wiederanstieg der Sterblichkeit einher. Ab über vier Stunden gehen die gesundheitlichen Vorteile schließlich gänzlich verloren. Zwar sinkt das Risiko einer tödlichen Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems durch sportliche Betätigung zunächst, durch intensives Jogging nimmt es aber wieder zu. Mit anderen Worten: Die Zeit hätte man genauso gut auf der Couch verbringen können.

Das gesundheitliche Maximum holt ihr den dänischen Forschern zufolge bei leichtem bis moderatem Joggen heraus. Vorausgesetzt, man setzt das Tempo nicht zu hoch an, die Laufeinheit überschreitet nicht die Dauer einer Stunde und ihr lauft nicht mehr als dreimal pro Woche. Haltet ihr euch an diese Vorgaben, könnt ihr euch über erhebliche positive gesundheitliche Effekte und ein längeres Leben freuen. Weniger laufen, um gesünder zu sein? Wir denken, es gibt schlimmere Nachrichten.

Quelle: heilpraxisnet.de