Okay, das war's! Diese Welt ist offenbar endgültig vor die Hunde gegangen! Können wir auch gleich unsere Sachen packen und gehen! Schluss, aus, was wollen wir noch hier?! Wovon wir sprechen? Lego, das von uns allen so innig geliebte, kreative Spielzeug wurde offiziell von der zunehmenden Verrohung unserer ach so modernen Zeit gefickt … nein, vergewaltigt ist wohl das bessere Wort! Aber ob Lego sich jetzt gebückt hat oder zu Boden geworfen wurde, die Unschuld ist so oder so dahin!

Zu diesem Schluss sind jedenfalls Forscher aus Neuseeland gekommen, die anhand einer Studie nachweisen konnten, dass Lego-Produkte immer brutaler werden! Die Auswertung von Lego-Katalogen von 1978 bis 2014 hatte gezeigt, dass der Anteil von Waffen und kriegsähnlichen Szenarien stetig zunimmt.

Auf die ersten Schwerter, Hellebarden und Lanzen der Ritterausrüstung aus dem Jahre 1978 folgten viele Jahre keine weiteren Waffensets mehr. Erst über zehn Jahre später, nämlich 1989, legte man den Lego-Piraten wieder Tötungswerkzeugzeuge in die kleinen Plastik-Hände. Im Wettrüsten mit den zunehmend präsenteren Handy- und Spielekonsolenherstellern wurde der Konzern dann aber immer rabiater, bis die Einführung der Bionicles eine regelrechte Spitze in der Auswertung verursachte.

Heute enthalten nach Auswertung der Wissenschaftler 30 Prozent der Lego-Sets Waffen! Darin enthalten sind noch nicht die Waffen, die aus Nicht-Waffenteilen zusammengebaut werden.

Im Zuge einer zweiten Studie zu dem Thema zeigte man Probanden Bilder aus den Lego-Katalogen, woraufhin der Modus der Gewalt sowie die darin enthaltene Atmosphäre und die Gewaltintensität eingeschätzt werden sollte. Daraus ging hervor, dass die dargestellten Szenarien als immer heftiger empfunden wurden. Inzwischen enthielten 40 Prozent der Katalogseiten „eine Art von Gewalt“.

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