Peinlicher Zwischenfall: US-Soldaten stürmen versehentlich Öl-Fabrik – Nachdem Soldaten im Rahmen einer Trainingsübung versehentlich eine Fabrik für Pflanzenöl in Bulgarien gestürmt haben, sah sich das US-Militär gezwungen, eine offizielle Entschuldigung herauszugeben.

In der entsprechenden Mitteilung heißt es:

„Im Rahmen der Übung Swift Response 21 führten US-Soldaten, die der 173. Luftlandebrigade zugeteilt waren, zwischen dem 10. und 14. Mai eine Übung durch, um die Einnahme und Sicherung des stillgelegten Flugplatzes Cheshnegirovo in Bulgarien zu simulieren.“

Zur Info: Swift Response 2021 war eine von der US-Armee geführte multinationale Übung, die in Estland, Bulgarien und Rumänien stattfand und an der mehr als 7.000 Fallschirmjäger aus zehn NATO-Ländern teilnahmen.

Das Militär erklärt:

„Im Verlauf dieser Übung simulierten die Soldaten das Betreten und die Räumung mehrerer Bunker und Strukturen auf dem Flugplatz. Am 11. Mai betraten und räumten die Soldaten ein Gebäude neben dem Flugplatz, von dem sie annahmen, dass es zum Übungsgelände gehörte, das aber von bulgarischen Zivilisten bewohnt wurde, die ein privates Geschäft betrieben.“

Nachfolgend wird betont, dass im Zuge des Vorfalls „zu keinem Zeitpunkt Waffen abgefeuert“ wurden, man die Ausbildung sehr ernst nehme und der Sicherheit von Soldaten, Verbündeten und der Zivilbevölkerung höchste Priorität einräume.

Man wolle die Ursache für diesen Fehler vollständig untersuchen und strenge Verfahren einführen, um die Trainingsbereiche klar zu definieren und diese Art von Vorfällen in Zukunft zu verhindern.

„Wir entschuldigen uns aufrichtig bei dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern.“

Einem Bericht der „Associated Press“ zufolge plant der Besitzer der Fabrik, Matin Dimitrov, aber dennoch, jeden zu verklagen, der für die Razzia verantwortlich ist.

Der bulgarische Präsident Rumen Radew erklärte indes, es sei „absolut inakzeptabel, dass das Leben und die Ruhe der bulgarischen Bürger durch Militäreinheiten gefährdet werden, egal ob sie Teil der bulgarischen oder ausländischen Streitkräfte sind.“

„Übungen auf bulgarischem Territorium, an denen unsere Alliierten beteiligt sind, sollten das Gefühl der Sicherheit und das Vertrauen in die kollektive Verteidigung stärken, anstatt Spannungen unter den Bulgaren zu verursachen“, so Radev.