So stark wie seit 38 Jahren nicht mehr: Renten sollen deutlich steigen – Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge können sich Rentner auf ein deutliches Plus freuen. Mit Blick auf den Entwurf des Rentenversicherungsberichtes 2021 sollen die Renten im Juni in Westdeutschland schätzungsweise um 5,2 Prozent, und in Ostdeutschland um 5,9 Prozent steigen.

In Westdeutschland gab es zuletzt 1983 ein Plus von 5,59 Prozent, im Osten stiegen die Renten 2016 erst kürzlich um 5,95 Prozent.

Aufgrund der Corona-Pandemie und des konjunkturbedingten Einbruches der Beitragseinnahmen hatte der Westen in diesem Jahr eine Nullrunde einlegen müssen, während in Ostdeutschland um lediglich 0,72 Prozent aufgestockt wurde.

Experten haben bereits seit Monaten eine Trendumkehr prognostiziert.

Wie es in dem Entwurf heißt, sind die Beitragseinnahmen im laufenden Jahr bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit rund 3,7 Prozent wieder deutlich gestiegen.

Und auch für das Jahr 2023 sehen Schätzungen eine erneute Erhöhung der Bezüge voraus: im Westen um 4,9 Prozent, im Osten gar um 5,7 Prozent. Allerdings sind derlei Annahmen vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung stets von Unsicherheit geprägt.

Die genannten Schätzungen wurden vom Schätzkreis Rentenversicherung angestellt, welcher sich aus Fachleuten der Rentenversicherung, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Bundesarbeitsministeriums zusammensetzt.

Eine endgültige Einschätzung der Rentenfinanzen bedarf jedoch zunächst der Ergebnisse der endgültigen Steuerschätzung, die kommende Woche erwartet werden.

Die Rentenschätzer gehen außerdem davon aus, dass die Nachhaltigkeitsrücklage der Rentenkassen am Jahresende rund 37,2 Milliarden Euro betragen wird, und damit im Vergleich zum Vorjahr (37,1 Milliarden) leicht steigt.

Dem Entwurf des Rentenversicherungsberichtes nach sei festzuhalten, „dass die gesetzliche Rentenversicherung die Pandemie bislang sehr gut überstanden hat“.

Bis 2025 ist ein Absinken des Rentenniveaus unter 48 Prozent gesetzlich ausgeschlossen.

Ab dann büßt die Rente dem Berichtsentwurf zufolge jedoch an Sicherungskraft ein: „Längerfristig sinkt das Sicherungsniveau über 47,6 Prozent im Jahr 2030 bis auf 45,7 Prozent zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2035.“

Nach den derzeitigen Berechnungen soll der Beitragssatz bis 2023 den aktuellen Wert von 18,6 Prozent halten. Bis 2035 soll er allerdings auf 22,3 Prozent steigen.

Quelle: bild.de