„Sexist Man Alive“: Papst zum frauenfeindlichsten Mann des Jahres gekürt – Papst Franziskus, und damit niemand Geringeres als das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, ist kürzlich zum „Sexist Man Alive 2021“ gekürt worden. Und jeder, der nun glaubt, einem schlecht getimten Aprilscherz auferlegen zu sein, liest den vorangegangenen Satz bitte noch einmal ganz genau.

Denn ein einziges kleines „e“ macht hier einen gewaltigen Unterschied zum alljährlich vom „People“-Magazin ausgerufenen „Sexiest Man Alive“.

Ins Leben gerufen wurde der Titel von Alice Schwarzers feministischer Publikumszeitschrift „Emma“, welche den Papst in diesem Jahr damit zum frauenfeindlichsten Mann des Jahres ernennt.

Zwar habe der 84-jährige Argentinier auch manch positiven Zug, dennoch sei er nach wie vor „Chef eines Apartheidssystems, in dem Frauen Menschen zweiter Klasse“ seien.

Das Magazin kritisiert:

„Allein aufgrund ihres biologischen Geschlechts sind sie die Dienerinnen der frommen Herren und schrubben die Kirchenböden. Sie sind ausgeschlossen vom Spenden der Sakramente und der Priesterweihe, also vom eigenständigen Zugang zu Gott. Der führt exklusiv über die frommen Herren.“

Weiter heißt es: „Auch im 21. Jahrhundert steht der Vatikan an der Spitze des ältesten, hermetischsten Männerbundes dieser Welt.“

Darüber hinaus brüskiere der Papst unzählige Katholikinnen mit Blick auf deren bereits Jahrzehnte andauernden Kampf für das Recht, Priesterinnen oder zumindest Diakoninnen werden zu können.

Damit gesellt sich Papst Franziskus in den Kreis ehemaliger Preisträger wie FDP-Chef Christian Lindner, der wegen seiner Anzüglichkeiten anlässlich einer Rede gekrönt worden war, und Rapper Kollegah, der durch frauenfeindliche Texte negativ auffiel.

Quellen: emma.de , tag24.de