Seltenes medizinisches Problem: Mann ejakuliert aus dem Hintern und pinkelt Kot – Aufgrund einer Veränderung, die sein Körper binnen zwei Jahren durchmachte, musste ein 33-Jähriger ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen: Er stellte fest, dass beim Wasserlassen Stuhlgang aus seinem Penis austrat. Außerdem schied er „nicht unwesentliche Mengen“ von Urin und Samen aus seinem After aus.

Als dann noch Schmerzen in den Hoden hinzukamen, suchte der Mann Rat bei einem Arzt. Im medizinischen Fachblatt „Cureus“ wurde der Fall veröffentlicht. Es hatte sich erwiesen, dass der Patient unter einer Infektion des Harntrakts litt und es zudem ein Problem an seiner Rektalwand gab. Der CT-Scan zeigte, dass der Mann eine „gasgefüllte Struktur“ aufwies – weitere Tests wiesen eine sogenannte „Fistel“ nach:

Einen Verbindungsgang zwischen Harnröhre und Rektum.

Durch diesen unerwünschten Korridor drangen Sperma und Harn in den Bereich des Darmausgangs des Mannes ein. Als Nächstes machten sich die Ärzte auf die Jagd nach dem Grund für die Fisteln, mussten Tuberkulose oder chronisch entzündete Eingeweide ausschließen. Der Mann verneinte irgendeine Form von analem Trauma oder Penetration als Grundlage möglicher Verletzungen, auch sei er an der Stelle nie operiert worden.

Es sollte sich allerdings herausstellen, dass der Mann in einem drogeninduzierten Koma durch Kokain- und PCP-Missbrauch zwei Jahre zuvor notfallmedizinisch betreut worden war. Dabei wurde unter anderem ein Katheter gelegt. In diesem machten die Experten einen möglichen Grund für die spätere Fistel aus. Diese konnte durch eine Zusammenarbeit von Experten für rektale und urologische Chirurgie erfolgreich geschlossen werden.

Fazit der Mediziner:

Sie warnten vor möglichen Komplikationen, welche beim Einsatz eines sogenannten Foley-Katheters auftreten könnten – und dass man sich dessen als Mediziner bewusst sein solle. Wörtlich: „Ärzte sollten jedoch andere potenzielle Risiken wie Verletzungen der Harnröhre beachten.“ Weiter hieß es:

„Dieser Fall wirft nicht nur ein Licht auf eine seltene Komplikation bei der Verwendung von Kathetern, sondern unterstreicht auch die Bedeutung der Achtsamkeit des Arztes bei der Verwendung von scheinbar harmlosen Therapien wie Foley-Kathetern.“ Der Bericht offenbart auch, dass statistisch nur rund 0,5 Personen von 100.000 von solchen Rektourethralfisteln betroffen sind.

„Die meisten Fälle bei Erwachsenen sind erworben, während die meisten Fälle bei Kindern und Jugendlichen auf angeborene Anomalien zurückzuführen sind“, so der Bericht.

Quelle: ladbible.com