Seltene Archiv-Aufnahmen: UdSSR ersticken Gas-Feuer mit Atom-Bombe – Liest man Namen wie Nagasaki, Hiroshima oder Bikini-Atoll, wird man mit der rohen Vernichtungskraft von Atombomben konfrontiert. Tatsächlich aber wurden die häufiger eingesetzt als bei den uns bekannten, historischen Schreckensmomenten. Man nehme etwa diese Archivaufnahmen, die den Einsatz einer Atom-Bombe zeigen, um einen unterirdischen Erdgasbrand zu ersticken.

Diese Bilder stammen aus der ehemaligen UdSSR und zeigen das Gasfeld Urta-Bulak in einer abgelegenen Region Usbekistans, wie uns der Audiokommentar erklärt. 1074 Tage lang röhrte dort ein gewaltiges Erdgasfeuer, das die Experten einfach nicht ersticken konnten. Sämtliche ihnen bekannten Techniken kamen zum Einsatz. Alle Versuche, den Gasfluss umzuleiten oder zu ersticken, scheiterten.

Schließlich wurde die Entscheidung gefasst, den Erdgasbrunnen mit einer gewaltigen Explosion zu versiegeln – vermittels einer Atombombe. Dazu grub man einen zweiten Brunnenschacht, mit dessen Hilfe man den Sprengkörper seitlich an den brennenden Gasschacht heranführen konnte.

Die Archivbilder zeigen den Countdown und die darauf folgende Explosion, die mit den gewaltigen tektonischen Bewegungen der Erdschichten die Flammen begrub. Danach musste nur noch der neu gegrabene Schacht zementiert werden. Der Brunnen war versiegel, das Feuer erstickt.