Selbstjustiz: Passanten lynchen Amokfahrer – Man hört immer wieder davon, dass banale Streitsituationen vollkommen eskalieren. So auch kürzlich in Hawthorne, einem Stadtteil von Los Angeles, wo eine Auseinandersetzung zunächst zu einer Amokfahrt und dann zu einem brutalen Akt der Lynchjustiz führte. 

Das Drama begann kurz nach Mitternacht, als ein etwas 40-jähriger Mann in einem Geschäft am Hawthorne Boulevard mit einem anderen Mann aneinandergeriet, und daraufhin aufgefordert wurde, den Laden zu verlassen.

Augenzeugenberichten zufolge sprang der 40-Jährige anschließend in seinen geparkten Kleinlaster, um mit dem Fahrzeug auf eine Gruppe Passanten auf dem Bürgersteig zuzurasen. Allerdings setzte der Mann seinen Wagen gegen einen Baum, bevor jemand verletzt werden konnte.

Die Wut der Menschen auf der Straße hatte sich jedoch bereits entzündet.

Sie versuchten, den Fahrer aus seinem Lkw zu ziehen. Dem gelang es zwar, das Fahrzeug wieder zum Laufen zu bringen, der Fluchtversuch endete jedoch jäh an einem nahestehenden Gebäude.

Wie den Bildern einer Sicherheitskamera zu entnehmen war, wurde der Mann anschließend von vier Passanten aus der Fahrerkabine gezehrt und brutal zusammengeschlagen.

Hilfssheriff Miguel Meza konstatiert: „Als mehrere Beamte gegen 2:10 Uhr am Tatort eintrafen, konnten sie nur noch den Tod des Opfers feststellen.“

Dem Obduktionsbericht zufolge war der „Aufprall gegen den Baum und das Gebäude […] nicht stark genug, um den Tod verursacht zu haben“, weshalb die Mordkommission nun nach den vier Männern sucht.

Eine Täterbeschreibung steht jedoch noch aus, da die Bilder der Sicherheitskamera zu grobkörnig waren, um konkrete Details ausmachen zu können.

Quelle: bild.de