Segel-Verfolgungsjagd: Jacht wird 2 Stunden von Orcas belästigt – So viele Tierarten stehen aufgrund menschlicher Naivität oder aufgrund von Traditionen, die auf die Anfänge der Menschheit und Kontakte mit Raubtieren zurückgehen, in einem schlechten Ruf. Den Rest hat Hollywoods Tierhorror-Maschinerie mit „Der weiße Hai“ oder auch Streifen wie „Orca, der Killerwal“ beigetragen. Schwertwale sollte man umgekehrt aber auch nicht für Kuscheltiere halten. Sie sind Räuber. Das folgende Video beweist das eindrucksvoll.

Ihren Schmähnamen Killerwale haben die Tiere unter anderem auch, weil sie wie Wölfe effektive Jäger sind, deren „Schulen“ genannte Verbände als Gesundheitspolizei des Meeres auch schon mal kurzen Prozess mit kranken oder sehr alten Blauwalen oder Grönlandwalen machen. Auch leben sie wie viele intelligente Raubtiere einen Spieltrieb aus, quälen schon mal Robben oder Seevögel und spielen mit diesen „Fußball“ mit der Schwanzflosse.

Angriffe auf Menschen werden äußerst selten berichtet und sollen, so sie bestätigt sind, vor allem der Fall in Meerwasseraquarien und Tiershows sein, weil die vereinsamten und überforderten Tiere in der Isolation ihrer oftmals zu kleinen Becken den Verstand verlieren. Doch kommt es in letzter Zeit wohl zu vereinzelten Berichten, dass sich Orca-Schulen in freier Wildbahn erratisch und angriffslustig verhalten und insbesondere auf kleine und mittelgroße Schiffe losgehen.

Was klingt wie ein Tierhorror-Szenario, ist in diesem Video Realität. Diese Erfahrung mussten Segler David Smiths und seine Mannschaft bereits im Oktober 2020 machen, als sie die Aufnahmen festhielten. Sie waren dabei, eine Segeljacht zu überführen. Vor der Küste Portugals begann eine Gruppe Schwertwale, das Schiff zu malträtieren – zwei Stunden lang sollen die Tiere nach dem Rumpf gestoßen und nicht aufgegeben haben, es „attackiert“ haben, wie Smiths selbst es im Videotitel nennt.

Andere sehen darin spielerisches Verhalten und konstatieren, die Jacht wäre gesunken, wenn eine Schule gesunder, wütender Orcas es auf echte Angriffe angelegt hätte. Smiths kommentierte sein Erlebnis gegenüber der BBC: „Ich erschrecke nicht so leicht, aber das war erschreckend.“

Quelle: rtl.de