Überschrift: Überschrift 2 – Von den zahllosen Verbrechen und Gewalttaten, die wir Menschen einander so antun ist eine zu Recht besonders geächtet: Kindesmissbrauch in all seinen verabscheuungswürdigen Formen. Neben den körperlichen und seelischen Narben fürs ganze Leben müssen viele der Opfer noch eine weitere Bürde tragen: Sie müssen oftmals vor Gericht erscheine, gegen ihre Peiniger aussagen. Dabei werden sie eingeschüchtert. Doch eine Gruppe will dem nicht tatenlos zusehen: „B.A.C.A“.

Das steht für „Bikers Against Child Abuse“, also wörtlich „Biker gegen Kindesmissbrauch“ – und ist genau das. Ein Zusammenschluss harter Jungs (und Ladies!) in Kutten, die zur Stelle sind, wenn Kinder Opfer eines Missbrauchs wurden, die präventiv agieren, sich Kindern als große, starke Freunde und Beschützer zur Seite stellen. Nach eigener Aussage durch geballte, massige Präsenz und eine Schulter zeigen wollen: Da ist jemand, dem das Opfer nicht egal ist.

Empfohlen durch Vertauenslehrer

So treten die Herren dann auch geschlossen vor Gericht auf, so die Richter zustimmen – und begleiten Kinder etwa als Vertrauenspersonen zu den besonders gravierenden und belastenden Gegenüberstellungen. Was vielleicht für manche Skeptiker nach Selbstjustiz oder Vigilanten klingt, wird zumindest den Aussagen der früheren „B.A.C.A“-Schutzbefohlenen zufolge von Psychologen, Polizeibetreuern oder Vertrauenslehrern empfohlen.

Oftmals sind es solche Personen, die den Kindern oder ihren Eltern/Erziehungsberechtigten von der Initiative berichten. Dann geht es meist rasch: Die „Erste Stufe“ einer „B.A.C.A.“-Hilfe besteht in einer gewaltigen Schar Biker, die bei dem zum Opfer gewordenen Kind an einem Ort, den es sicher findet, vorfährt. Eine geballte Machtdemonstration, bei der das ganze Chapter Flagge zeigt, bevor ein Ritual beginnt.

„Sie können wieder vertrauen, Kinder sein.“

Das Kind erhält eine eigene Jeanskutte mit Patch und Straßennamen, gehört „dazu“ – die anderen Schritte der Mission, die sich diese Biker auf Leder und Motorradtank geschrieben haben, kann das Video deutlich besser erläutern. Oder wie eines der Mitglieder straßenpoetisch auf den Punkt bringt: „Wenn ich diese Kinder sehe, wie das Licht in ihre Augen zurückkehrt …“