Wer denkt, eine Schönheitsoperation an der weiblichen Brust sei nur etwas für aufstrebende Pornodarstellerinnen, unbegabte Schauspieler oder vierzehnjährige Mädels aus Amerika, der irrt. Auch die deutsche Mutti hat mittlerweile den Trend zur Aufhübschung unter dem Skalpell für sich entdeckt. 2012 rangierte die Bruststraffung unter den Top Ten der Eingriffe beim plastischen Chirurgen.

Bevor wir etwas von uns geben, das die weibliche Leserschaft verärgern könnte, zitieren wir am besten einfach Prof. Dennis von Heimburg von der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC):

„Nach einer Schwangerschaft erscheint die Brust meist entleert, schlaff und hängend. Die Brustwarze steht relativ gesehen tiefer, Fülle im Dekolleté ist häufig ganz verloren.“

Das liegt daran, dass die Haut an der Brust generell dünner und weniger elastisch ist, als zum Beispiel jene am Bauch. Der während der Schwangerschaft und Stillzeit gedehnte Hautmantel der Brust kann sich also nicht wieder vollständig zusammenziehen. Ein geringer Anteil an Kollagenen und Elastin in der Haut, häufige Sonnenbestrahlung, Rauchen und das Alter verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Möchte Frau ihren Busen also wieder in Form bringen, kommt sie um eine OP nicht herum. Ärzte raten jedoch, sich im Vorfeld ausführlich von einem Fachmann beraten zu lassen. Zwar sei die Komplikationsrate äußerst gering, doch Narben werden bleiben. Möglich sind ferner Wundheilungsstörungen, Beeinträchtigung der Sensibilität oder gar der Verlust der Fähigkeit zum Stillen. Zudem muss man den Eingriff aus eigener Tasche zahlen, da die Krankenkasse nicht für formverschönernde Maßnahmen aufkommt.

Kostenpunkt: 4500 bis 6000 Euro.

Na kommt Jungs, im Angesicht des Nutzens ist das doch ein Schnäppchen. Und da ihr ja gute und großzügige Partner seid, könnt ihr gleich noch ein paar Tausender für ein Implantat drauflegen. Für das Glück eurer Frau sollte euch nichts zu teuer sein. So sind echte Männer schließlich: Vollkommen uneigennützig!