Schmerzhafte Verwechslung: Jäger schießt auf Radfahrer – Als Jäger bedarf es nicht nur Geduld, man braucht auch gute Augen. Denn immerhin wird scharf geschossen. Dennoch kommt es immer wieder zu Unfällen wie im spanischen Alicante, wo ein Mountainbiker angeblich mit einem Kaninchen verwechselt wurde – mit schmerzlichen Folgen.

Da der Jäger ein Schrotgewehr benutzt hatte, wurde der Radfahrer von fast hundert Kugeln in Hals, Rücken, Händen und Beinen getroffen.

Laut einem Bericht des spanischen Nachrichtensenders „À Punt“ mussten Ärzte die kleinen Kugeln später mühsam nach und nach aus dem Körper des Mannes entfernen.

Das Opfer möchte den Jäger nun vor Gericht bringen. Jener habe zwar eine gültige Lizenz, allerdings sei es unverantwortlich, sich mitten an einem Wochenende in einem belebten Gebiet auf die Jagd zu begeben und eine Waffe abzufeuern.

Tatsächlich war es nicht der erste Unfall in dem Park, hätten sich doch bereits andere Besucher und auch Nachbarschaftsverbände über den Jäger beschwert. Erschwerend käme hinzu, dass Besucher beim Betreten des Parks nicht vor der möglichen Gefahr gewarnt werden.

Mittlerweile steht ein Jagdverbot in dem Gebiet im Raum.

Der zuständige Stadtrat Rafa Mas betonte laut „À Punt“, dass berücksichtigt werden müsse, dass viele Radfahrer und Familien den Park nutzen. Seiner Meinung nach müsse die Jagd in sämtlichen städtischen Waldparks untersagt werden.

Quelle: focus.de