„Also ich habe im Urlaub in Mexiko ja einen echten Salamander gesehen und das Foto sofort auf Facebook geteilt. Und du so?“ „Och nichts Besonderes, waren auf Hawaii. Gut gegessen, etwas schlecht geschlafen … ach ja, bin beim Tauchen einem weißen Hai begegnet. War nett, ging viral.“ So oder so ähnlich hätte es sich zutragen können, hätte es sich bei der Taucherin, die ihr im folgenden Video sehen werdet, um eine Touristin gehandelt. Allerdings lebt und arbeitet die Dame auf Hawaii. Fachgebiet: Haie!

Ob ihr Vater schon geahnt hat, welchen Weg das Mädel eines Tages einschlägt, als er ihr den klangvollen Namen Ocean verlieh? Man weiß es nicht, am Ende sollte aus ihr jedoch eine renommierte Meeresbiologin werden, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mit Vorurteilen über Haie aufzuräumen, um die ehrfurchtgebietenden aber auch bedrohten Tiere zu schützen.

Hübsch, klug und engagiert

Um auch andere Menschen für die faszinierenden Raubfische zu begeistern, bedient sich Ocean Ramsey gekonnt der sozialen Medien und postet immer wieder Bilder von ihren Tauchgängen. Bei einem solchen entstanden auch die folgenden Bilder, die um die Welt gingen: Als handle es sich dabei um eine alte Freundin, taucht Ramsey in den Gewässern vor ihrer Heimatinsel Oahu Seite an Seite mit einer scheinbar tiefenentspannten Hai-Dame.

Und tatsächlich sollte Ocean später zu Protokoll geben, dass sie glaubt, dem Weibchen namens „Deep Blue“ im Zuge einer Expedition in Mexiko schon einmal begegnet zu sein. Und obgleich es sich dabei um den größten je gesichteten weißen Hai handeln soll, zeigt Ramsey nicht den Hauch von Angst. Gegenüber dem „Honolulu Star-Advertiser“ äußerte sie die Vermutung, dass die erstaunliche Friedfertigkeit des Tieres daher rührte, dass es schwanger war.

Die werdende Hai-Mama sei lediglich ein „großer, wunderschöner und sanfter Riese gewesen, der unser Boot als Kratzbaum nutzen wollte“.

Abgesehen davon scheint die tiefsitzende Angst vor Haien – bei allem gebotenen Respekt wilden Tieren gegenüber, versteht sich – generell unbegründet zu sein. Denn faktisch ist die Wahrscheinlichkeit höher, von einem Getränkeautomaten getötet zu werden als von einem Hai.

Quelle: bild.de