Sachsen: Kultusministerium verbietet Gendern an Schulen –Wie eine Sprecherin erklärte, sei anlässlich des neuen Schuljahres vonseiten des Kultusministeriums ein Schreiben an die Schulleitungen verschickt worden, in dem es heißt, dass an Schulen in Sachsen keine Gendersonderzeichen mehr verwendet werden sollen. Dies bezieht sich auf offizielle Schreiben, Briefe an die Eltern aber auch Unterrichtsmaterialien.

Der Handlungsempfehlung zufolge sei dabei gänzlich auf Zeichen wie Gendersternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich zu verzichten.

Als Grund nennt das Kultusministerium, dass derlei Sonderzeichen weder die Kriterien für eine gendergerechte Schreibung erfüllten, noch den aktuellen Festlegungen des amtlichen Regelwerks – also den Vorgaben des „Rats für deutsche Rechtschreibung“ – entsprächen.

Um eine geschlechtergerechte Schreibweise normgerecht umzusetzen, schlägt das Ministerium vor, anstelle der Sonderzeichen Paarformen (wie „Schülerinnen und Schüler“) oder geschlechtsneutrale Formulierungen (beispielsweise Lehrkräfte, Personal, Jugendliche) zu wählen, sowie Passivformen und Umschreibungen (Es wird gebeten, …; Alle, die dieses Angebot nutzen, …) zu nutzen.

Kontrollen und Sanktionen wird es aber nicht geben, man wolle mit der Regelung lediglich Klarheit schaffen.

Während Befürworter der Gendersprache betonen, dass durch diese auch Menschen miteinbezogen werden, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, findet das Anliegen einer Studie zufolge in der Bevölkerung keinen großen Anklang.

So ergab eine entsprechende Befragung des „MDR“, an der 26.000 Menschen teilgenommen hatten, dass sich gerade einmal 14 Prozent dafür aussprechen, alle Geschlechter in der deutschen Sprache hör- und sichtbar zu machen.

Quelle: mdr.de