Die RWE steckt in einer tiefen Krise! Zum ersten Mal seit Jahrzehnten hat der Energiekonzern aus Essen im vergangenen Jahr ein fettes Minus gemacht. Der Verlust beläuft sich auf gigantische 2,8 Milliarden Euro. Der Wert von Kraftwerken und Beteiligungen musste in der Bilanz sogar um 5 Milliarden Euro nach unten korrigiert werden.

Schuld ist die Neuausrichtung des Strommarktes in Richtung erneuerbarer Energien. Während des Booms auf diesen Sektor haben die RWE enorme Summen in den Bau von Kohle- und Gaskraftwerken investiert, und damit aufs falsche Pferd gesetzt. Zudem drängen immer mehr Mitbewerber auf den Markt, die sich mit Wind-, Solar- und Biogasanlagen plump gesagt einfach besser auskennen. RWE-Projekte auf diesem Sektor gingen bisher größtenteils in die Hose.

Auch die Zukunft sieht nicht sonderlich rosig aus. Schulden von 30 Milliarden Euro engen den Spielraum ein und es mangelt an guten Ideen. Also ist zunächst einmal Sparen angesagt. Gehälter wurden eingefroren, die Dividenden halbiert, Tausende von Jobs sind bedroht.

Natürlich hoffen wir für alle RWE-Mitarbeiter, dass sie ihre Jobs behalten können, das muss betont werden! Und doch ist es wohl nur gerecht, dass die Energiewende endlich auch mal die Manager eines Energieriesen trifft. Haben sie sich mit ihren ewigen Preiserhöhnungen schließlich lange genug am Endverbraucher bereichert!

Quelle: Spiegel