RTL/ntv Forsa-Umfrage: SPD feiert 3-Jahres-Hoch, Union stürzt ab – Es geht heiß her auf der politischen Bühne Deutschlands in Bezug auf die kommende Bundestagswahl. Vor Monaten noch lagen die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock weit vorne. Einige Monate später stand Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet an der Spitze – und heute, sechs Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September?

Nach der neuen Forsa-Umfrage von RTL/ntv ist dies alles Geschichte: Denn nachdem Annalena Baerbock aus vielerlei Gründen einen Absturz sondergleichen erlebte, macht es Armin Laschet ihr seit Wochen nach und schmiert in den Umfragen weiter massiv ab. Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntermaßen der Dritte. In diesem Fall Vize-Kanzler und Kanzlerkandidat Olaf Scholz von der SPD.

Umfrage-Klatsche für CDU/CSU

Im Detail muss die Union in der aktuellen Umfrage eine wahre Klatsche hinnehmen. So müssen CDU/CSU einen Verlust von satten 13 Prozentpunkten seit Jahresbeginn schlucken. Alleine drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche, kommen nun auf 23 Prozent und liegen nur noch drei Punkte vor den Grünen, vier vor der SPD.

Im direkten Vergleich legt die SPD um Kanzlerkandidat Olaf Scholz im gleichen Zeitraum um drei Punkte zu und erreichen mit 19 Prozent den höchsten Forsa-Wert seit drei Jahren. Auch die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 12 Prozent. Während die AfD stabil bei 10 Prozent bleibt, verliert Die Linke einen Punkt und kommt auf sieben Prozent.

Aktuell vier Bündnisse möglich

Durch die Veränderungen zur Vorwoche wären nun ganze vier Bündnisse möglich, würde am kommenden Sonntag die Bundestagswahl anstehen. Stand Jetzt wäre eine Jamaika-Koalition bestehend aus CDU/CSU, FDP und Grüne mit 55 Prozent möglich. Aber auch eine Deutschland-Koalition mit CDU/CSU, SPD und FDP mit zurzeit 54 Prozent.

Ebenfalls wären sowohl eine rot-gelb-grüne Ampel mit 51 Prozent als auch ein Linksbündnis aus Grünen, SPD, Linken (46 Prozent) vorstellbar. In Bezug auf die Kanzlerfrage muss Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet weiter kräftig einstecken und rauscht in den Zustimmungswerten weiter abwärts.

Olaf Scholz: der lachende Dritte

So verliert Laschet im Vergleich zur Vorwoche weitere drei Prozentpunkte und kommt lediglich  auf 12 Prozent hinter Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die ebenfalls 2 Prozentpunkte verliert und auf 16 Prozent landet. Der große Gewinner in der K-Frage ist derzeit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der um ganze fünf Prozent zulegt und nun mit 26 Prozent das Dreierrennen um die kommende Kanzlerschaft anführt.