Rentenvergleich zu Angestellten: So viel mehr Geld erhalten Beamte im Alter – Dass Beamte im Ruhestand besser dastehen als Angestellte, ist allgemein bekannt. Der aktuelle Versorgungsbericht der Bundesregierung zeigt nun aber, wie deutlich der Unterschied ist.

Im Schnitt erhielten Bundesbeamte im vergangenen Jahr 3160 Euro Pension brutto pro Monat. Als rentenversicherter Arbeitnehmer sind es meist ganze tausend Euro weniger.

Freilich müssen von den 3160 Euro Pension noch Steuern und Beiträge für die private Krankenversicherung abgezogen werden. Dennoch erhielten 6,5 Prozent der Bundesbeamten im Ruhestand sogar mehr als 5000 Euro pro Monat.

Der durchschnittliche männliche Arbeitnehmer kam 2019 mit der gesetzlichen Rentenversicherung indes gerade einmal auf 1320 Euro Rente pro Monat. Frauen im Schnitt sogar nur auf 940 Euro. Und auch davon gehen natürlich noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge runter.

Dieser herbe Unterschied liegt vor allem darin begründet, dass Arbeitnehmer 2019 im Schnitt gerade mal das Rentenniveau von 48,16 Prozent ihres Durchschnittseinkommens erreichten. Der Schnitt aller circa 190.000 Bundesbeamten belief sich indes auf 67,3 Prozent des letzten Gehalts.

Von den im Jahr 2018 neupensionierten Bundesbeamten erhielten 60 Prozent gar den maximalen Satz von 71,75 Prozent ihres letzten Gehalts als Ruhebezug ausgezahlt. Bei den Berufssoldaten kamen ganze drei Viertel aller Pensionäre auf diesen Schnitt.

Auf der Habenseite der Beamten steht zudem der gesetzliche Anspruch auf eine Mindestpension, die 2019 mindestens 1760 Euro brutto pro Monat betrug.

Mit der ab Januar 2021 geplanten Grundrente lässt sich die Mindestpension aber nicht vergleichen. Erstere dient nämlich als Zuschuss für Menschen mit niedriger Rente und beläuft sich auf rund 400 Euro pro Monat. Das aber auch nur, wenn der Arbeitnehmer mindestens 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Quelle: .focus.de