Reiche werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Ein Satz, der allen bekannt ist, aber eigentlich weiß keiner so wirklich, wo die Wahrheit letztendlich liegt. Jetzt untermauert eine neue Studie diesen Satz mit harten Zahlen.

Der Graben zwischen Arm und Reich und die Ungerechtigkeit von der Verteilung des Wohlstandes – dem ist die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam auf den Grund gegangen und hat unter anderem hervorgebracht, dass gerade mal ein Prozent der weltweiten Bevölkerung über die Hälfte des gesamten Reichtums besitzt. Genauer gesagt sollen 85 der reichsten Menschen genau so viel Geld besitzen, wie die ärmere Hälfte der Welt.

Nachfolgend ein kurzer Auszug aus der umfangreichen Studie

  • Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über fast die Hälfte des weltweiten Reichtums.
  • Dieses eine Prozent verfügt über 110 Billionen US-Dollar. Das ist 65-mal so viel, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hat.
  • Diese ärmere Hälfte der Weltbevölkerung verfügt über genauso viel Kapital, wie die reichsten 85 Menschen besitzen.
  • Sieben von zehn Menschen leben in Ländern, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen 30 Jahren gewachsen ist.

„Es ist niederschmetternd, dass im 21. Jahrhundert die Hälfte der Bevölkerung – das sind dreieinhalb Milliarden Menschen – nicht mehr hat als diese Mini-Elite, die gemeinsam locker in einen Doppeldeckerbus passen würde. Statt sich gemeinsam zu entwickeln, werden die Menschen immer mehr durch wirtschaftliche und politische Macht getrennt“, wird die Oxfam-Geschäftsführerin Winnie Byanyima vom „Guardian“ zitiert. Die Gefahr sozialer Spannungen und gesellschaftlicher Zusammenbrüche würde dadurch zwangsläufig wachsen.