Es ist, als würde man Feuer mit Feuer bekämpfen, oder besser: Dampf mit Qualm. Denn laut einer britischen Studie können E-Zigaretten Rauchern tatsächlich dabei helfen, sich von ihrer Sucht nach „echten“ Zigaretten zu befreien.  Schätzungen zufolge haben sich im Jahr 2015 bereits um die 18.000 Menschen dank E-Zigaretten vom Tabakkonsum losgesagt.

Die Wissenschaftler des Londoner University College berufen sich dabei auf eine Datenauswertung, die sich unter anderem auf Informationen des Nationalen Gesundheitsdienstes beruft. Zwar sei die Zahl derer, die von Tabak auf Liquide umgestiegen seien nicht sehr groß, dennoch helfe das Dampfen diesen Menschen. Immerhin: Wer mit 40 Jahren aufhört zu rauchen, gewinnt im Schnitt neun weitere Lebensjahre!

Und doch gelten E-Zigaretten unter Wissenschaftlern bezüglich ihrer Vor- und Nachteile als umstritten. Auf der Haben-Seite steht, dass anders als bei einer Tabak-Zigarette keine krebserregenden Verbrennungsprodukte wie zum Beispiel Teer entstehen. Doch auch die aromatisierten Flüssigkeiten, welche bei einer E-Zigarette verdampft werden, können mit Nikotin versetzt sein. Man würde also laut Meinung der Kritiker lediglich eine Sucht gegen die andere tauschen. Zudem besteht die akute Gefahr, dass sich Kinder und Jugendliche durch die fruchtig-süßen Aromen und bunten Designs von E-Zigaretten stärker angesprochen fühlen könnten, als von der herkömmlichen Variante des Rauchens.

So oder so, die E-Zigarette ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Bis jetzt gibt es hierzulande bereits um die 2 Millionen Konsumenten. Tendenz steigend!

Quelle: augsburger-allgemeine.de