Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber uns hat es schon etwas überrascht zu hören, dass in Deutschland „nur“ 57 Prozent der Einwohner in Mietwohnungen leben. Der Rest hat sich den Traum von einem Eigenheim erfüllen können. Das geht zumindest aus den jüngsten Erhebungen des Daten-Portals statista.com hervor. Dort weiß man auch, wie viele Quadratmeter jedem Deutschen zur Verfügung stehen und wie viel ihn das kostet.

Zunächst einmal kommen auf jede Wohnung im Schnitt 2,1 Personen, denen jeweils 42,7 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stehen. Davon kostet einer durchschnittlich 6,72 Euro. Daraus resultiert, dass jeder Deutsche rund ein Viertel seines Nettoauskommens in die Miete investiert.

Dabei darf man nicht vergessen, dass Statistiken natürlich kein Lebensgefühl abbilden können und der zum Vergleich verlockende Mittelwert nicht immer auf den Einzelnen zutrifft. Immerhin gibt es Familien mit sehr wenig Platz, und dann wiederum Menschen, die sehr viel Wohnraum ihr Eigen nennen können. So leben vierköpfige Familien, den letzten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge, im Schnitt auf 96,8 Quadratmetern zur Miete, während es sich Eigentümer mit zwei Kindern auf 137,6 Quadratmetern gemütlich machen.

Die Preise steigen und steigen

Was die Preise betrifft, dürfte es niemanden überraschen, dass diese seit Jahren steil nach oben gehen. Das betrifft Miete und Kauf von Wohnraum gleichermaßen, ganz besonders in Ballungszentren und Universitätsstädten. So ist der Mietpreis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent gestiegen. Klingt womöglich wenig, allerdings sind die Kosten von 2010 bis 2016 bereits um 8 Prozent nach oben geschossen. Die Mietpreisbremse hat indes wenig Erleichterung gebracht. Vielerorts war sogar genau das Gegenteil der Fall und die Preise steigen kurzfristig.

Im Jahr 2015 gab jeder siebte Deutsche zu Protokoll, sich von den Wohnkosten überlastet zu fühlen. In Ballungszentren lag die Quote sogar bei nahezu 20 Prozent. Und so kommt es dann auch, dass mehrköpfige Familien sich im Falle eines Umzuges gezwungen sehen, in eine kleinere Wohnung zu wechseln.

Auch Studenten haben es dieser Tage nicht leicht. Von den 700 Euro, welche ihnen im Schnitt monatlich zur Verfügung stehen, geht gut die Hälfte für die Miete drauf. Zwar bieten die rund 1.700 Wohnheime eine Durchschnittsmiete, die mit 238 Euro warm sogar noch unter der Bafög-Pauschale von 250 Euro liegt, doch die Plätze sind knapp. Weniger als zehn Prozent der 2,8 Millionen Studenten kommen in einem Wohnheim unter. Und die Situation verschärft sich zunehmend. Denn während die Zahl der Studenten seit 2008 um satte 42 Prozent zugenommen hat, wurden gerade mal fünf Prozent mehr Wohnheimplätze geschaffen.

Quelle: bild.de