Projekt „Hera“: NASA und ESA wollen Asteroiden ablenken – Die Zivilisation mag infolge der Corona-Pandemie eine Vollbremsung hingelegt haben, die Welt dreht sich jedoch weiter, das Universum dehnt sich nach wie vor ungerührt aus und Asteroiden ziehen darin immer noch stoisch ihre Bahnen.

Rund 20.000 allein durch unser Sonnensystem, 1.000 davon gelten potenziell als Bedrohung. Noch gefährlicher sind aber die Himmelskörper, die von den Astronomen noch gar nicht entdeckt worden sind.

Laut Experten stellt sich die Frage gar nicht, ob ein Asteroid eines Tages zum Problem werden wird, sondern viel mehr, wann dies geschieht. Immerhin hat ein solcher vor rund 66 Millionen Jahren bereits die Dinosaurier ausgelöscht. Diese hatten aber keine Raumfahrtagenturen wie die Nasa und die Esa, die fleißig an Plänen arbeiten, der Menschheit ein solches Schicksal zu ersparen.

Einer davon läuft unter dem Namen „Projekt Hera“ und verfolgt das Ziel, Asteroiden aus ihrer Bahn zu schießen.

Um zu erproben, wie dieses Vorhaben vonstattengehen könnte, soll sich eine Raumsonde mit dem passenden Namen „Dart“ 2021 zum Doppel-Asteroiden Didymos aufmachen. Ein Jahr später soll sie auf dem 160 Meter Durchmesser starken Didymoon einschlagen, welcher Didymos umkreist. Darts Geschwindigkeit wird dabei rund 24.000 Stundenkilometer betragen.

10 Millionen Kilometer von der Erde entfernt soll Didiymoon durch den Aufprall aus seiner Bahn geworfen werden.

Von der Erde aus wird die erhoffte Änderung der Umlaufbahn dann zu messen sein. Außerdem macht sich 2024 die Esa-Sonde Hera zum Ort des Geschehens auf, um Aufnahmen des Kraters auf Didymoon zu machen.

Michael Küppers, Projektleiter der Esa, erklärt: „Das Ziel ist, dieses Verfahren im Ernstfall auf andere Asteroiden anwenden zu können.“

Aber natürlich hat man noch weitere Ideen in der Schublade.

Eine davon sieht vor, einen Asteroiden durch eine nukleare Explosion in seiner unmittelbaren Nähe abzulenken. Ein anderer Plan besteht im Einsatz einer schweren Raumsonde, welche den Gesteinsbrocken nur mit ihrer Anziehungskraft wegziehen soll.

Bleibt nur zu hoffen, dass zumindest einer davon im Ernstfall funktioniert. Aber wenn sich selbst der im folgenden Video zu sehende Brian May zuversichtlich zeigt, dann bleiben auch wir optimistisch.

Und wer sich nun fragt, warum sich ausgerechnet ein Rock-Gitarrist bei einem solch komplexen Thema zu Wort meldet, der sollte vielleicht einmal seine Vorurteile bezüglich Musikern überdenken.

Quelle: Bild