Premier unterstützt Gesetzesentwurf: Pakistan will Kastration für Vergewaltiger – Der pakistanische Premier Imran Khan hat einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der die chemische Kastration als Strafe für Vergewaltiger gestatten soll. Zuvor hatte Khan öffentlich geäußert, dass Vergewaltiger und andere Sexualstraftäter „öffentlich aufgehängt werden sollten“. Auch andere Gesetzesänderungen sind Teil des Entwurfs, über den nun noch abgestimmt werden muss.

Örtliche Medien berichten, dass die Rolle von Frauen bei der Polizeiarbeit in dem Land ebenso gestärkt werden soll wie die Ermittlungen bei Vergewaltigungsfällen sowie der Zeugenschutz. Khan betonte, er werde keine Verzögerungen bei der Durchsetzung dulden: „Wir müssen eine sichere Umgebung für unsere Bürger schaffen“, so der pakistanische Premier.

Die Gesetzgebung soll Khan zufolge dabei ebenso transparent wie streng erfolgen, Vergewaltigungsopfer sollen sich ohne Angst haben zu müssen registrieren lassen und an die Polizei können, unter dem vollen Schutz der Regierung. Faisal Javed Khan, Mitglied des pakistanischen Senats, kommentierte den Rückhalt, den der Gesetzesentwurf durch den Premier erhält:

„Kompromisslose Strafen gegen wilde Tiere, die sich an Kindern und Frauen vergehen, Sonderermittlungskommissionen, rasche Aufklärung der Fälle, Zeugen- sowie Opferschutz, eine Vergewaltiger-Datenbank und umfassende Ermittlungen nebst anderen Punkten sind Teil des Konzepts. Dieses erhält in Kürze die Zustimmung des Parlaments.“

Pakistan reagiert damit auf Wellen von Serienvergewaltigungen, die in dem Land immer wieder für enorme Unruhen und Rufe nach mehr Gerechtigkeit sorgen. Bei solchen Vorfällen fallen mehrere, manchmal Dutzende Männer über Frauen oder junge Mädchen her. Zuletzt hatte im September eine solche Tat für einen Aufschrei gesorgt, nachdem eine Frau von zwei Männern vergewaltigt worden war, als ihr Auto mit leerem Tank liegen blieb und sie deshalb Hilfe.

Quelle: ladbible.com