Preisanstieg wie seit 10 Jahren nicht: Inflation zehrt Rücklagen auf – Deutschland verzeichnet einen Preisanstieg wie seit rund zehn Jahren nicht mehr – die Höhe: 2,5 Prozent. Rücklagen, Renten und Löhne, von allem geht ein Teil verloren – 24,9 Prozent ist das Benzin teurer geworden als im Vorjahr, der Preis für Heizöl ist um 21,1 Prozent, der für Diesel um über 17 Prozent gestiegen. Doch selbst Obst und Gemüse sind vor dem Preisschub nicht gefeit.

So kosten Erdbeeren oder Himbeeren nun 15,1 Prozent mehr als noch 2020, Hülsenfrüchte und Spargel 10,1 Prozent

Diese Zahlen gehen aus einem Bericht von „Bild“ (https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/experten-warnen-inflation-frisst-unser-erspartes-auf-76593944.bild.html) hervor – Arbeitnehmer und Rentner seien demnach ebenso in Angst wegen der hohen Inflation wie Sparer. In dem Artikel wird auch berichtet, dass die Bundesbank bis zum Jahresende mit einem Anstieg des Preisschubs auf bis zu vier Prozent rechnet.

Glücksspiele sind mit 13,3 Prozent nicht vor der Inflation gefeit

Elektrogeräte wie Scanner (11,4 Prozent) oder Kameras (10,5 Prozent) sind ebenso betroffen wie etwa Zigaretten (4,9 Prozent Preisanstieg) oder Vollmilch (4,7 Prozent). Diese und weitere Preise gehen aus der tabellarischen Aufstellung im oben verknüpften „Bild“-Artikel hervor, die auf Angaben des Statistischen Bundesamtes basiert.

Nicht nur für Arbeitnehmer wird es teurer

Werktätige dürften 2021 mit um 1 Prozent sinkenden Löhnen rechnen – das Durchschnittsminus betrug real laut Statistischem Bundesamt 2020 1,1 Prozent. 2,5 Prozent minus droht Rentnern im Westen – die Nullrunde ist schuld. Im Osten sollten sich Rentner auf ein Minus von rund 1,7 Prozent einstellen.

Auch auf Sparer kommt ein Minus von 2,5 Prozent zu

Der Nullzins von 2021 sorgt auch hier für Verluste – Rechenbeispiel: Hat jemand etwa 10.000 Euro angespart, bedeutet der Verlust konkret 250 Euro. Kommen dann noch etwaige Strafzinsen der Bank hinzu, wächst der Ausfall noch.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde von Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) zu einem Stopp der Nullzinspolitik aufgefordert:

Die Jahre der Nullzinspolitik bezeichnete der Politiker gegenüber „Bild“ als „Gift“ und führte aus: „In Kombination mit der nun steigenden Inflation wird die Enteignung für Sparer immer spürbarer. Bayern mahnt seit Jahren, dass die Nullzins-Politik beendet werden muss – jetzt ist es allerhöchste Zeit.“

Quelle: bild.de