Politik: Streichung der Homöopathie als Kassenleistung – Beim Thema Gesundheit scheiden sich in vielen Bereichen die Geister. Auch was die Homöopathie betrifft, die viele Menschen nutzen, auch wenn deren Wirksamkeit bis dato nicht bewiesen wurde. Diesbezüglich gab es schon immer heiße Diskussionen, ob die Kosten für homöopathische Produkte, deren medizinische Wirksamkeit fraglich ist, weiter von fast alle Krankenkassen getragen werden sollen.

Insbesondere angesichts der Tatsache, dass wichtige Leistungen wie Brillen oder Zahnbehandlungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen, kommt es zu Debatten. Nun meldete sich der FDP-Politiker Johannes Vogel zu Wort und spricht sich gegen die Homöopathie als Kassenleistung aus. Auch weil derzeit viele Krankenkassen finanzielle Probleme beklagen und die Beiträge weiter steigen sollen.

Laut Vogel könne mal also durch einen Wegfall der Homöopathie-Kostenübernahme Geld einsparen. Vogel: „Homöopathie soll jeder nutzen dürfen, ist aber nachweislich wissenschaftlich nicht wirksam. […] Aber das Kollektiv der Beitragszahler meiner Kasse dazu zu verpflichten, das mitzuzahlen, das ist eine Frage, die mit auf den Tisch muss.“

Zustimmung, aber auch Kritik

Für seine Forderung erntete Vogel bereits von einigen Experten und Medizinern Zustimmung. Auf der anderen Seiten kritisieren natürlich Homöopathen den FDP-Politiker. So sagte die homöopathische Medizinerin Michaela Geiger bei „RTL“:

„Die Streichung der Kassenleistung zum Thema Homöopathie entlastet die Krankenkassen nicht, denn der ganze Bereich ist im Promillebereich. Und es zeigt uns eben wieder die emotionale Diskussion um die Homöopathie.“

Quelle: stern.de