Damit die Rente auch 2025 und darüber hinaus noch gesichert ist, möchte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Gröhe Anpassungen vornehmen. Eine davon ist beispielsweise eine längere Arbeitszeit. Das Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung könnte sich vorstellen, das Rentenalter auf einen Eintritt nach 67 Jahren anzuheben. Gegenüber der „Rheinischen Post“ offenbarte er:

„Es darf zudem kein Denkverbot geben, ob wir Anreize benötigen, auch länger als bis 67 Jahre zu arbeiten“, so Gröhe gegenüber der Zeitung. Er erachte einen „Maßnahmen-Mix“ als notwendig, damit die Rente auch nach 2025 stabil bleibe. Dafür seien eine gute wirtschaftliche Lage und eine Politik, die das Wirtschaftswachstum fördere, vonnöten. Welche Anreize konkret geschaffen werden müssten, erwähnte er hingegen nicht.

„Übereilt geschnürt“

Zeitgleich betonte Gröhe, Steuererhöhungen zur Rentenfinanzierung strikt abzulehnen. „Dass wir jetzt die Erwerbsminderungsrente deutlich verbessern, ist geradezu eine Voraussetzung dafür, dass wir in der Rentenkommission auch über ein längeres Arbeiten sachlich reden können“, betonte der CDU-Politiker. Am letzten Donnerstag war vom Bundestag das Rentenpaket der Koalition beschlossen worden.

Es sieht vor, dass Rentner bis 2019 bis zu vier Prozent mehr Geld bekommen, auch krankheitsbedingte Frührentner und ältere Mütter werden besser versorgt, Geringverdiener bei Sozialabgaben entlastet. Reiner Holznagel ist  Präsident des Steuerzahlerbundes und kein Freund des Rentenpakets: „Durch die Renten-Maßnahmen entstehen den Steuer- und Beitragszahlern Mehrkosten von 50 Milliarden Euro allein bis 2025“, konstatiert er.

Ein besonderer Kritikpunkt: Es blende die Besteuerung der Renten völlig aus und sei übereilt geschnürt worden.

Quelle: nrz.de