Plastikstreifen: Polizei warnt vor perfider Einbrechermasche – Einbrecher haben in der Ferienzeit bekanntlich Hochsaison. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Mönchengladbach nun vor einer neuen Masche, die Kriminellen dazu dient, herauszufinden, ob die Bewohner des Objektes ihrer Begierde auch tatsächlich verreist sind.

In dem Bericht heißt es: „In der Vergangenheit sind deutschlandweit bei einigen Tatortaufnahmen von Einbrüchen bzw. Einbruchsversuchen Plastikmarkierungen gefunden worden.“

Und weiter: „Dabei handelt es sich um meist durchsichtige Plastikstreifen, maximal vier Zentimeter lang, die von den Tätern in Hof-, Garten-, Garagen- und/oder Haustüren gesteckt werden.“

Die Idee dahinter ist so einfach wie perfide:

Sind die Bewohner einer Wohnung oder eines Hauses daheim, werden sie die Tür früher oder später öffnen, wobei der Plastikstreifen herabfällt. Im Kehrschluss bedeutet ein Plastikstreifen, der über längere Zeit zwischen Tür und Türrahmen steckenbleibt, dass niemand zu Hause ist.

Der Polizei Mönchengladbach sind bereits mehrere mutmaßliche Fälle gemeldet worden, nachdem einem aufmerksamen Bewohner im Bereich seiner Haustür und der mehrerer Nachbarn eben jene Plastikmarkierungen aufgefallen waren.

Die Polizei bittet Urlauber von daher darum, vor Reiseantritt Nachbarn, Bekannte oder Verwandte darum zu bitten, während ihrer Abwesenheit ein Auge auf die Wohnung zu haben und nach derartigen Plastikklemmen Ausschau zu halten.

„Gerade jetzt zur bevorstehenden Weihnachtszeit könnten weitere solcher Ausspähaktionen stattfinden. Die Polizei bittet daher Hausbesitzer und aufmerksame Nachbarn, auch auf Plastikmarkierungen zu achten und Türen oder Tore zu überprüfen.“

Wer eine Plastikmarkierung entdeckt, soll diese „vorsichtig und spurenschonend“ entfernen und dann die Polizei informieren.

Die wichtigsten Tipps und Hinweise zum Thema Wohnungseinbruch sind laut dem Bericht:

1. Fenster nicht auf Kipp lassen, wenn man das Haus verlässt. Ein auf Kipp stehendes Fenster ist für den Täter wie ein offenes Fenster.

2. Alle Fenster und Türen schließen, wenn man das Haus verlässt.

3. Haustür bei Verlassen immer abschließen statt zuziehen.

4. Technische Sicherungen nachrüsten, Täter wollen den schnellen Erfolg – technische Sicherungen wirken daher abschreckend. Das zeigen auch die Zahlen in dem Bereich. Dank immer besserer technischer Absicherung bleibt es mittlerweile in über der Hälfte der Fälle beim Einbruchsversuch.

5. Größere Bargeldbeträge sollten auf keinen Fall zu Hause aufbewahrt werden.

Für nähere Informationen können unter der Rufnummer 02161 29-12500 kostenlos und unverbindlich Termine mit den unabhängigen Expertinnen und Experten der Beratungsstelle der Kriminalprävention zum Thema Einbruchschutz vereinbart werden.

Quellen: presseportal.de , tag24.de