Bildung ist in Deutschland seit Jahren ein ernstes Thema, egal ob beim Bürger daheim oder in der Politik. Leider klaffen diesbezüglich weiterhin zu viele Löcher, was auch ein Indiz für das abermalige mittelmäßige Abschneiden in der Pisa-Studie ist. Zwar haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Leistungen der deutschen Schüler verbessert, aber die aller anderen Länder ebenfalls. So treten die Deutschen weiterhin auf der Stelle. Im Fokus der Studie stand in diesem Jahr übrigens Mathematik.

Deutschland verbesserte sich um einen Punkt von 513 auf 514 und rangiert aktuell auf dem 16. Platz. Schier unschlagbar liegen auch in diesem Jahr die ostasiatischen Länder vorn: Während die ersten sieben Plätze von Shanghai, Singapur, Hongkong, Chinesisch Taipeh, Korea, Macau und Japan besetzt werden, schaffte es das kleine beschauliche Lichtenstein auf Platz acht im Ranking. Ein Blick nach vorne ist den deutschen Schülern dennoch vergönnt, liegen sie weiterhin über dem OECD-Durchschnitt.

Dennoch blicken die Pisa-Forscher mit Sorge auf das Ergebnis. So stellten sie fest, dass Jungen immer noch besser im Rechnen sind als Mädchen. Dass dies so ist, läge dabei gar nicht am Talent, sondern an der Angst, mit der Mädchen dem Fach Mathematik begegneten. Eine Vielzahl an Schülerinnen gab an, dass ihnen die Motivation und Ausdauer fehle, um sich mit dem Zahlenuniversum ernsthaft auseinanderzusetzen.

Die Forscher meinen, dass dies weiblichen Berufseinsteigern und Studenten langfristig zum Verhängnis werden könnte, insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern, Technik, Mathematik und Ingenieurswissenschaft, die heutzutage nach wie vor frauenquotentechnisch verwaist sind. Somit sollte es in Zukunft noch wichtiger sein, Mädchen zu fördern und ihnen vor allem Ängste vor dem Fach Mathematik zu nehmen. Die Jungs können sich diesbezüglich erst einmal gemütlich zurücklehnen.