Die Nachricht mag schon etwas älter sein, die Forderung erschallt aber bei jeder Angel- und Jagdmesse aufs Neue – nicht nur im März 2018 in Friedrichshafen: Die Tierrechtsorganisation PETA fordert, dass das „Hobbytöten“ in Deutschland endet, will sowohl dass das Waid- als auch das Petrihandwerk, sprich Jagen und Angeln, abgeschafft werden. Fachmessen, so PETA, „verherrlichen den grausamen Umgang mit sensiblen Tieren“.

Die Tierrechtsorganisation ruft dazu auf, solche Veranstaltungen daher besser zu boykottieren und ihnen fernzubleiben. Denn jedes Jahr würden Millionen Fische von Anglern und ihren Haken aufgespießt, an Land gezogen, dort grausamem Ersticken, Schlägen auf den Kopf sowie teils lebendigem ausgenommen Werden ausgesetzt sein. Dabei seien Fische sehr sensible Tiere, wie Doktor Tanja Breining erklärt.

Fische haben Freunde

Die Meeresbiologin ist Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA und erläutert: „Angeln ist ein grausames ‚Hobby‘, denn genau wie Hunde, Katzen und andere Tiere können auch Fische Schmerzen empfinden. Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung, die der Entspannung und Erholung dient.“

PETA zufolge sind Fische ebenso neugierige wie freundliche Wirbeltiere, die sogar über individuelle Persönlichkeiten verfügen und Freundschaften schließen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit folgert nach Studien, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“

Auch Schweizer Verhaltensforscher konstatieren den Tieren laut PETA-Angaben Intelligenz. Auch das sog. „Catch & Release“-Angeln, bei dem die Tiere nach dem Vermessen und Wiegen wieder ins Wasser gesetzt werden, prangert die Organisation an – sie würden unter großem Stress, Atemnot und körperlichen Verletzungen leiden.

Viele Petri-Jünger und andere Naturschützer sehen das wohl anders als die Organisation.

Quelle: peta.de