Wir wissen nicht, wie das bei den Blagen heute ist, aber uns Kinder der Achtziger haben unsere Eltern bei jeder sich bietenden Gelegenheit aus dem Haus und an die frische Luft befördert. Vorgeblich, weil das gesund ist – angesichts der damaligen Tschernobyl-Katastrophe und all der netten Onkels in fensterlosen Kleintransportern eine steile These. Wir glauben eher, dass das vor allem den Grund hatte, einfach ein bisschen Ruhe vor uns zu haben. Wie dem auch sei, hängengeblieben ist: Bewegung an der frischen Luft = gesund.

Das sehen nicht nur wir und jede Menge Jogger so, sondern auch die Anhänger der urbanen Bewegungsform, die auf den schönen Namen „Free Running“ oder „Parkour“ hört. Die benutzen ihren Körper, um so gut wie jedes Hindernis, das einem so in städtischem Gebiet begegnen kann, sportlich zu überwinden. An sich eine löbliche Sache, doch manchmal betritt man dabei eben auch so manches Sperrgebiet oder gefährliches Gelände, von dem einen andere fernhalten möchten.

Dabei kommt es das eine ums andere Mal zu Wettrennen und Verfolgungsjagden – nun sollte man sich als Mitglied eines privaten Wachschutzdienstes darüber im Klaren sein, dass Läufer wenig anderes tun, als – Trommelwirbel – zu laufen. Dass man da wahrscheinlich das Nachsehen hat, dürfte man sich denken können. Das hält die Sicherheitsleute im folgenden Video jedoch nicht davon ab, es dennoch zu versuchen. Das Ergebnis: Wir erleben hier eine Verfolgungsjagd aus Ego-Perspektive einiger deutscher Parkour-Sportler, spektakulär gefilmt und eindeutig zuungunsten der Wachschützer. Die immer wieder einploppenden Xbox-Achievements sind dabei das i-Tüpfelchen.