Es gibt genau 36 verschiedene Arten, sich bei einer Frau zu entschuldigen. Und keine davon funktioniert! Was also tun, wenn der Haussegen in der Beziehung schief hängt? Ein Team von Wissenschaftlern der Bucknell University in Lewisburg, Pennsylvania, ging genau dieser Frage nach, und erstellte eine Liste der erfolgreichsten Versöhnungsstrategien. Ihr wisst schon, sowas wie nette Gesten, Austausch von Zärtlichkeiten, Entschuldigungen, Kompromisse, Weinen, Sex …

Eines schon mal gleich vorweg: Beide Geschlechter waren sich einig darin, was definitiv nicht funktioniert. Sowohl die im Zuge der Studie befragten Frauen als auch die Männer votierten „Alkohol“ auf den traurigen letzten Platz unter den der Methoden, einen Beziehungsstreit zu beenden. Ebenfalls einig waren sich die Parteien darin, dass Kommunikation, Entschuldigung und Vergeben am hilfreichsten seien.

In Sachen Sex sieht es da leider schon etwas anders aus. Bei Männern belegt eine erotische Konfliktlösungsstrategie immerhin noch den 13. Platz, bei den Frauen landet das versöhnliche Stelldichein bloß auf Platz 17. Umgekehrt verhält es sich beim Thema Weinen. Also, wenn der Mann weint! Für die Frauen ist das einen 14. Platz wert. Die Männer bedachten dies dagegen lediglich mit Platz 19.

Blumen sind keine Lösung!

Die größte Kluft zwischen den Geschlechtern klaffte jedoch bei den netten Gesten. Also, Blumen mitbringen und so Zeugs. Bei den Männern holte diese Form der Streitschlichtung doch glatt Silber, bei den Frauen nur einen mittelmäßigen zehnten Platz.

Die Forscher sehen ihre Ergebnisse durch grundsätzliche Erkenntnisse über die Partnerschaft bestätigt. Denen zufolge leiden Männer in einer Beziehung besonders darunter, wenn Frauen sexuell nicht zugänglich seien. Die Damen wiederum wünschen sich emotionale Bekenntnisse. Laut den Psychologen müsse die Verhaltensweise jedoch der Stresssituation angepasst werden. Ein Eifersuchts-Krach ließe sich beispielsweise durchaus mit Sex entschärfen, was bei einem Streit um das leidige Thema Geld eher weniger wahrscheinlich sei.

Egal wie, die Forscher weisen darauf hin, dass größere Stresssituationen in Beziehungen unbedingt aufgelöst werden müssen. Selbst wenn dies mit einer Trennung einhergeht. Dabei gilt es allerdings zu bedenken, dass damit unter Umständen auch weiterer Stress, finanzielle Schwierigkeiten oder Unzufriedenheit einhergehen. Eine Versöhnung habe dagegen einen heilenden Effekt für beide Seiten. Die Experten betonen sogar, dass Menschen, die vergeben können, gesundheitliche Vorteile haben.

Quelle: spiegel.de