Wenn es um Bier geht, dürfte selbst der überzeugteste Optimist seine Haltung ändern, wenn das Glas lediglich halb voll ist. Ein Umstand, der auf dem Oktoberfest leider viel zu oft für Unmut sorgt. Und das bei einem Durchschnittspreis von 9,66 Euro pro Maß.

Für den geprellten Verbraucher dürfte es dabei von Interesse sein, dass ein sogenannter ‚Unterschank‘ von 15 Millimetern noch im offiziell erlaubten Toleranzbereich liegt, so es denn die Ausnahme bleibt. Da aus eben jener aber leider viel zu oft die Regel wird, hat die Stadt München nun schärfere Kontrollen angekündigt.

Wenn euch nun also plötzlich ein förmlich wirkender Herr mit kritischem Blick auf der Wiesn seinen Eichstab ins frische Bier tunkt, wartet einen Augenblick ab, bevor ihr ihm euer Glas über den Schädel zieht. Es dürfte sich dabei nämlich um einen von acht Kontrolleuren des Kreisverwaltungsreferendums handeln, und als solcher agiert er im Sinne des Kunden. Laut Aussage des Amtes ist nämlich nicht einmal jeder fünfte Krug voll eingeschenkt.

Bisher habe es diesbezüglich nur Verwarnungen gegeben. Sollten die Wirte zukünftig aber weiterhin maßhalten, indem sie sich nicht ans Maß halten, werden sie ab dem nächsten Jahr für ein ‚Strafmaß‘ deutlich mehr als 9,66 Euro zahlen müssen!