Aus diesem Grund sind sie gefährlich für Benutzer – Es steht außer Frage, dass Waffen aller Art nicht nur für erkorene Ziele gefährlich sein können, insbesondere in ungeübten Händen oder dann, wenn es sich um unerprobte und mitunter illegale Eigenbauten handelt. Man nehme nur die beliebten Kartoffelkanonen, bei denen ein Erdapfel meist mit Druckluft über gewaltige Entfernungen und verheerenden Schaden verschossen werden kann. Die Dinger sind nicht nur für Dritte gefährlich.

Dies weist das nun folgende Video nach. Es stammt von dem YouTube-Kanal „TheBackyardScientist“ eines jungen Tüftlers, der im Laufe seiner Karriere auf dem Videoportal beeindruckende rund fünf Millionen Abonnenten mit seinen Experimenten hinter sich versammeln konnte (Stand dieses Artikels). Säuren, flüssiges Aluminium, Laserstrahlen – all der Kram, den Fans von „Zurück in die Zukunft“ im Labor von Doc Brown erwarten, kommt auf dem Kanal regelmäßig zum Einsatz.

Dass der Umgang mit solchen Stoffen alles andere als harmlos ist, steht außer Frage:

Gerade weil sich „BackyardScientist“ gerne mit gefährlichen Dingen befasst, hat er sich für das Video die im Netz so beliebten Kartoffelkanonen mal genauer angeschaut. Denn Grundlage dieses Videos ist die im Netz kursierende Behauptung, dass PVC, das Material, aus dem Rohre und Zylinder für die Kanonen oftmals bestehen, mitunter gefährlicher sein kann als eine Splittergranate. Entsprechend leitet der Tüftler sein Video mit einem Diagramm ein:

In den USA gab es demnach im Jahr 2021 gleich mehrere registrierte Verletzungen durch explodierte Kartoffelkanonen – aber wohl nur eine durch eine Handgranate. Doch was lässt das PVC explodieren? Sind es Ermüdungserscheinungen, weil das Material mit der Zeit spröde wird? Ist es die ungleichmäßige Druckverteilung in der Kammer der Kartoffelkanone? Beachten die Konstrukteure den Höchstdruck der Rohre nicht? „BackyardScientist“ nimmt sich des Themas, welches durch die US-Medien geistert, in rund achteinhalb Minuten an.