Die Zahl der Raucher ist seit Jahren rückläufig. Die gesundheitliche Aufklärung ist im Volk angekommen und auch die mittlerweile vieldiskutierten Auswirkungen auf die Umwelt haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass die klassische Zigarette zunehmend aus der Mode gerät. Die großen Tabakkonzerne sind bereits auf der Suche nach alternativen Einnahmequellen und bringen sich vorsorglich für eine rauchfreie Zukunft in Position, auf welche immer schärfere Gesetze hinarbeiten. Doch nicht nur der Gesetzgeber hat dem Glimmstängel den Kampf angesagt, auch eine Supermarkt-Kette möchte Zigaretten nun endgültig aus dem Sortiment nehmen.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab, plant der Discounter Lidl bis zum Jahr 2022, keine Zigaretten mehr zu verkaufen. Dies gilt bislang allerdings nur für die Filialen in den Niederlanden, wo der Handel mit Tabakprodukten mit Blick auf die stark zurückgegangenen Verkaufszahlen schlicht nicht mehr rentabel sei. Dort  gilt in Zukunft die Devise: „Wij verkopen geen sigaretten meer.“ 

„Wir verkaufen keine Zigaretten mehr.“

Bereits 2017 hatte Lidl Zigaretten in einem Schrank versteckt und damit aus dem Sichtfeld der Kunden entfernt. Wer eine Schachtel Kippen kaufen wollte, musste dies an der Kasse anmelden, von wo aus das Rolltor dann hochgefahren wurde.

 „In den Niederlanden geht der Trend eindeutig in Richtung rauchfrei“, erklärt Lidl-Managerin Marlijn Simons-Somhorst, „und das merken wir an der Kasse. Wir wollen diese Entwicklung nicht stoppen, weshalb es ein logischer Schritt ist, den Zigarettenverkauf auslaufen zu lassen.“

Auf eine Anfrage der Kollegen von chip.de hin, gebe es derzeit allerdings keine Pläne, den Verkaufsstopp auch auf den deutschen Markt auszuweiten. Immerhin verdient die Tabakindustrie hierzulande noch vergleichsweise gut an den Rauchern. Oder wie es das Unternehmen selber so schön auf den Punkt bringt: „Wir orientieren uns bei der Sortimentsgestaltung an Kundenwünschen.“

Quelle: chip.de