Neues Verpackungsgesetz: Pfand bald für immer mehr Getränke fällig – In Deutschland steht eine Änderung des Verpackungsgesetzes an, nachdem der Bundestag der Vorlage bereits Anfang Mai zugestimmt hatte. Demnach wird hierzulande auf noch mehr Getränke Pfand erhoben. Und auch für die Gastronomie ändert sich einiges.

Künftig gilt die Pfandpflicht für sämtliche Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen. Damit wird ab dem kommenden Jahr dann auch Pfand für Getränke wie Fruchtsaft fällig, was bislang noch nicht der Fall war.

Für Getränke, welche vor dem Jahreswechsel in Umlauf gekommen sind, gilt eine Übergangszeit bis Juli 2022

Darüber hinaus soll die Pfandpflicht in den Folgejahren Schritt für Schritt ausgeweitet werden, und ab 2024 sogar für Milch und Milcherzeugnisse gelten, wenn diese in Einweg-Getränkeflaschen oder –dosen verkauft werden.

Um den Plastikmüll zu reduzieren und die Umwelt zu schonen, lässt sich laut dem Bundesumweltministerium dabei folgende Faustregel anwenden:

„Auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff und Getränkedosen sind 25 Cent Pfand zu zahlen, unabhängig vom Inhalt.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärt: „Flaschen oder Dosen mit Pfand landen viel seltener in der Natur als solche ohne Pfand. Die Pfandpflicht unterstützt auch ein hochwertiges Recycling: Flaschen aus Kunststoff werden sortenrein gesammelt und können so leichter zu neuen Flaschen verarbeitet werden. So schaffen wir funktionierende Kreisläufe.“

Die neue Verordnung wirkt sich auch auf die Gastronomie aus

So müssen Restaurants, Bistros und Cafés, die Getränke und Essen zum Abholen und Mitnehmen anbieten, ihre Produkte ab 2023 verbindlich in Mehrwegverpackungen anbieten. Gleiches gilt für Lieferdienste, die ihr Essen direkt zum Kunden bringen.

Schulze dazu: „Kundinnen und Kunden sollen ihr Take-away-Essen oder To-go-Getränk ganz einfach in umweltschonenden Mehrwegbechern oder -behältern erhalten können. Mit mehr Mehrwegverpackungen werden wir die Verpackungsflut vor allem im To-Go-Bereich wirksam eindämmen.“

Quelle: stern.de