Es gehört zu den Tatsachen, die sich auch ins hinterletzte Dorf in unserer schönen Bundesrepublik durchgesprochen haben, dass die Uhren in anderen Teilen der Welt etwas anders laufen. Gerade, wenn es um bürokratische Hürden und seltsame Gesetze geht, tun sich die USA gerne mal hervor – und sorgen immer wieder für Erstaunen im sich am Kopf kratzenden Ausland.

Diese weitere kuriose juristische Entscheidung wollen wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten – wobei gesagt sein soll, dass der Autor dieser Zeilen sich wirklich unsicher ist, ob es ein tolles Signal für die Inklusion von Menschen mit Handicap ist – oder einfach nur Irrsinn. Aber entscheidet selbst.

Denn im 29. US-Bundesstaat, Iowa wurde es für illegal erklärt, blinden Menschen das Tragen einer Feuerwaffe zu untersagen. Sprich: Blinde Menschen in Iowa dürfen wie jeder andere Bürger dieses Staates eine Feuerwaffe mit sich führen. Zur Selbstverteidigung, aus sportlichen Zwecken – oder ganz einfach eben nur deshalb, weil es ihr verfassungsmäßiges Grundrecht ist.

Und ihnen das zu verwehren, egal, wie bizarr die Vorstellung von einem nicht-sehenden Menschen ist, der eine Knarre spazieren führt, verstieße gegen den sog. „Americans with Disabilities Act“, wäre also behindertenfeindlich. Eine für unsere Ohren höchst seltsame, vielleicht geradezu verstörende Situation, bei der sich viele Gesetzeshüter nun die Frage nach einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit stellen, während Verteidiger dieser Entscheidung argumentieren, dass diese durch Kriminelle ohnehin in viel größerer Gefahr sei …