Gibt es Bier bald schluckweise in Gaststätten und Bars zu kaufen? Es scheint fast so. Ein neues Gesetz erlaubt es Schankwirten nämlich ab sofort, Bier auch in Minigläsern mit 0,15 Litern abzufüllen.

Seit dem 1. Januar könnten nach geltendem EU-Recht Biere, Softdrinks und Wasser in dem sonderbaren Format verkauft werden. Eine Neufassung des Mess- und Eichgesetzes macht es möglich.

Doch bevor Nachtschwärmer Angst davor haben, ihr Bier nur noch häppchenweise zu bekommen, sei Folgendes gesagt: Bisher sind die neuen Minigläser noch nirgends aufgetaucht. Noch nicht einmal die Politiker, die dieses sonderbare Maß erdacht haben, scheinen an die neue Einheit zu glauben. In der Kantine des Bundestags beispielsweise wird nämlich weiterhin Bier in den bekannten Maßeinheiten verkauft.

Oliver Pack, Marketingleiter der Erzquell Brauerei, sagt etwa zum Thema: „Da gibt’s gar keinen Bedarf. Die klassische Glasgröße im Siegerland ist 0,2 oder 0,3 Liter.“. Bleibt nur zu Hoffen, dass er Recht hat und andere Brauereien es auch so sehen. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass im Laufe des Jahres so mancher Lokalbetreiber das neue Format ausprobieren wird.