Die raue, ungezähmte Schönheit Islands ist weltberühmt, hier trifft so manches Extrem der See auf vulkanische Aktivitäten, ein endloses Ballett aus Eis und Feuer. Kein Wunder, dass das Land ein wahrer Touristenmagnet ist, weil diese gerne die einmalige Landschaft bewundern, in heißen Quellen baden oder Gletscher erklimmen möchten. Doch wenn ein eben solcher direkt vor einem für Flutwellen sorgt, darf man schon mal die Beine in die Hand nehmen.

So wie eine Gruppe Wanderer, die in einer der Lagunen im Südosten der Insel unterwegs waren, als ein gewaltiges Stück Eis von einem Gletscher brach. Die Leute waren gerade nahe des Gletschers „Breiðamerkurjökull“ unterwegs, als dieser kalbte, wie das Abbrechen großer Eismassen von Gletschern genannt wird. Ein entsprechender Brocken Eis stürzte ins Wasser und sorgte in der begrenzten Umgebung der Lagune für heftiges Schwappen.

Heftige Wellen waren die Folge, die durch den sich in den Fluten auf und ab bewegenden Eisbrocken wie durch einen Kolben immer stärker aufgewühlt wurden. Die Wogen rauschten naturgemäß auf die Küstenlinie und somit die Touristen zu. Rasch mussten sich die Leute in Sicherheit bringen und auf höheres Terrain zurückziehen. Sämtliche Menschen konnten glücklicherweise entkommen, niemand wurde bei dem Naturschauspiel verletzt.