Welcher Mann kennt das nicht? Eigentlich wolltet ihr gerade nur eben das Nordlicht in all seiner Pracht filmen, als es – wie so oft – zu einem Vulkanausbruch kommt. Gut, zugegeben, alltäglich ist das wohl kaum. Doch so erging es dem Filmer Henry Jun Wah Lee. Während er im März 2015 auf Island Urlaub machte, wollte er das Spektakel eines wahren Nordlicht-Sturms am Himmel in seiner ganzen Pracht auf dem Höhepunkt des sogenannten „Solar Maximums“ in Ultra-HD verewigen.

Darunter versteht man den Zeitpunkt, zu dem die Sonne alle elf Jahre den höchsten Pegel ihrer Aktivität erreicht. Die Folge: die wohl schönsten und am häufigsten auftretenden Polarlichter, die man sich nur vorstellen kann. Aurora borealis in Reinform. Vor Lees Kameraobjektiv spielte sich ein dementsprechender Farbsturm für die Ewigkeit ab, der selbst in eher abgeklärten Beobachtern eine Ehrfurcht vor der Schönheit der Natur erwecken dürfte.

Doch noch während Lee dem Schauspiel beiwohnte, kam es zu dem unglaublichen Zufall: Denn während sich am Himmel die neonfarbene Pracht entfaltete, brach der nahegelegene Vulkan Bárðarbunga im Hintergrund aus. Die Folge: Ein Lichtermeer aus Blau- und Grüntönen ergoss sich über den Himmel, während die Erde mit einer orange-roten Glut antwortete. Ein Farbentanz, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Einfach ehrfurchtgebietend.