Nach Gruppenvergewaltigung in Hamburg: Namen und Gesichter der Beschuldigten online bloßgestellt – Nachdem es im Hamburger Stadtpark zu einer Massenvergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens gekommen war, sollen laut mehreren Medienberichten die Namen und Gesichter von sieben der insgesamt zwölf Tatverdächtigen auf einem Instagram-Account veröffentlicht worden und von dort aus weiterverbreitet worden sein. Die Behörden ermitteln nun.

Eine Sprecherin der Polizei erklärte, dass man diesbezüglich Untersuchungen wegen des Straftatbestands der „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen“ eingeleitet habe.

Darüber hinaus wurde unabhängig davon via change.org eine Petition mit dem Titel „Wildtiere gehören nicht frei unter Menschen“ ins Leben gerufen, die „ein sofortiges Verfahren“ und „die Veröffentlichung der Gesichter der Täter“ zum Ziel hat. Des Weiteren wird die Kündigung eines der Täter gefordert, der kürzlich eine Ausbildung bei der Hamburger Lebenshilfe begonnen hatte.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung (11.11.2021) haben sich bereits über 13.000 Menschen der Petition angeschlossen.

Ereignet hatte sich die Gruppenvergewaltigung bereits im September des vergangenen Jahres. Mittlerweile ist bekanntgeworden, dass die Polizei zwölf Tatverdächtige im Alter von 16 bis 20 Jahren ermitteln konnte.

Diese sollen das betrunkene und orientierungslose Mädchen, welches von einer Geburtstagsfeier kam, im Hamburger Stadtpark in ein Gebüsch gezerrt haben, um sie dort über mehrere Stunden zu vergewaltigen. Angeblich wurde die Tat mit einem Smartphone gefilmt – Beweise konnten dafür jedoch bislang nicht gefunden werden.

Wie es heißt, seien die Wohnungen von allen Beschuldigten durchsucht und DNA-Proben genommen worden, woraufhin neun Verdächtige anhand der Spermaspuren überführt werden konnten.

Wie es vonseiten der Hamburger Staatsanwaltschaft heißt, seien die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen. Ob und inwieweit gegen die Beschuldigten Anklage erhoben werde, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostizieren.

Zwar befand sich einer der Verdächtigen kurzzeitig in Untersuchungshaft, wurde jedoch bald darauf wieder entlassen.

Sämtliche Tatverdächtige befinden sich Medienberichten zufolge damit aktuell auf freiem Fuß.

Quellen: welt.de , focus.de